Ukrainische Drohnen trafen in der Nacht die Afipskaja-Raffinerie in der Region Krasnodar und ein Werk in der Region Rostow — bei Afipskaja starben zwei Menschen, als die Raffinerie erneut in Flammen aufging.
In der Nacht auf den 25. August griffen die ukrainischen Streitkräfte erneut russische Ölraffinerie-Infrastruktur an — diesmal traf es die Afipskaja-Ölraffinerie in der Region Krasnodar und ein Werk in der Region Rostow. Es ist die jüngste Episode einer Kampagne, die die Ukraine seit Monaten gegen die russische Raffineriekapazität führt.
Nach Angaben des Gouverneurs der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, fielen Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf den Bahnhof Afipskaja, wobei zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt wurden. An der Raffinerie selbst brach ein Feuer aus, das die Feuerwehr unter Kontrolle zu bringen versuchte. Mindestens zehn Privathäuser in der Siedlung Afipski wurden ebenfalls beschädigt, in einem davon brach Feuer aus.

Am selben Tag gab es auch Berichte über Schäden an einer Raffinerie in der Region Rostow, die die Ölverarbeitung vorübergehend einstellte. Afipskaja ist eine der größten Ölraffinerien Südrusslands mit einer Jahreskapazität von rund 6,25 Millionen Tonnen Rohöl — mehr als 2 % der gesamten russischen Raffineriekapazität.

Die ukrainische Sommerkampagne gegen russische Raffinerien hat die Ölverarbeitungsmengen des Landes bereits auf ein mehrjähriges Tief gedrückt, mehrere Regionen melden Kraftstoffknappheit und Rationierung. Moskau reagierte mit einem vorübergehenden Exportverbot für die meisten Diesel-, Benzin- und Flugkraftstofflieferungen, um den heimischen Markt zu schützen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe in dieser Nacht rund 150 Drohnen über dem Land und der besetzten Krim abgeschossen.

Angriffe auf die Raffinerie-Infrastruktur betreffen vor allem Russlands Fähigkeit, die eigene Kriegsmaschinerie weiter mit Treibstoff zu versorgen. Volunteers Support Ukraine arbeitet unterdessen an einer ganz anderen Front weiter — der humanitären — und hilft vom Krieg betroffenen Zivilisten im Rahmen der verfügbaren Ressourcen.