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Tschechien und Slowenien schließen zehnjährige Sicherheitsabkommen mit der Ukraine in Woodstock

Tschechien und Slowenien schließen zehnjährige Sicherheitsabkommen mit der Ukraine in Woodstock

20.07.2026
· 3 Min. Lesezeit

Beim vierten Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft am 18. Juli unterzeichnete Präsident Selenskyj zwei getrennte, zehnjährige bilaterale Sicherheitsabkommen — mit Tschechien und Slowenien —, die konkrete, finanzierte Zusagen statt vager Versprechen festschreiben.

Am 18. Juli 2026 unterzeichnete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beim vierten Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft im britischen Woodstock zwei getrennte bilaterale Sicherheitsabkommen mit einer Laufzeit von jeweils zehn Jahren — eines mit Tschechien, eines mit Slowenien. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Meldungen bewusst, denn zehn Jahre fest zugesagter, finanzierter Unterstützung durch Partnerstaaten bestimmen unmittelbar mit, wie viel Spielraum Hilfsorganisationen vor Ort in den kommenden Jahren haben werden.

Das Abkommen mit Tschechien: gemeinsame Rüstungsproduktion und Ausbildung

Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala unterzeichnete ein Abkommen, das auf verteidigungsindustrielle Zusammenarbeit setzt: gemeinsame Produktion von Munition, Handfeuerwaffen, Drohnen, elektronischer Kampfführung und schwerem Gerät, mit Plänen für gemeinsame Unternehmen beider Länder. Tschechien wird zudem weiterhin jährlich bis zu 4.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten ausbilden. Prag hat bereits rund 400 Millionen Euro an Militärhilfe geleistet und sich verpflichtet, dieses Niveau über die gesamte zehnjährige Laufzeit des Abkommens jährlich beizubehalten. Für Volunteers Support Ukraine zeigen solche Zahlen, dass hier eine echte industrielle Lieferkette entsteht und keine einmalige Lieferung.

Präsident Selenskyj und der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala bei einem bilateralen Treffen am Rande des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft

Das Abkommen mit Slowenien: Millionen für humanitäre Hilfe und Wiederaufbau

Der slowenische Ministerpräsident Robert Golob unterzeichnete ein paralleles Zehnjahresabkommen, das bestätigt, dass Slowenien — das bereits 13 Pakete militärischer Hilfe geliefert hat — dieses Unterstützungsniveau auch in den kommenden zehn Jahren aufrechterhalten wird. Das Abkommen sieht zudem Millionen Euro für humanitäre Hilfe und wirtschaftlichen Wiederaufbau vor, darunter zusätzliche 5 Millionen Euro (5,4 Millionen US-Dollar), die gezielt für humanitäre Hilfe, wirtschaftliche Erholung und das Programm "Grain from Ukraine" bestimmt sind. Volunteers Support Ukraine sieht darin ein Zeichen dafür, dass Partnerländer nicht nur an das Schlachtfeld denken, sondern auch systematisch an den Wiederaufbau danach.

Präsident Selenskyj betrachtet unterzeichnete Dokumente (Illustrationsfoto vom Präsidialamt der Ukraine)

Warum eine zehnjährige, finanzierte Zusage besonders zählt

Was diese beiden Abkommen von üblichen Zusagen unterscheidet, ist genau die Kombination aus einem zehnjährigen Zeithorizont und konkreter, bereits fließender Finanzierung. Diese Kombination erlaubt es Rüstungsherstellern, Produktionspläne Jahre im Voraus aufzustellen, und sorgt dafür, dass Ausbildungsprogramme kontinuierlich vorbereitete Soldatinnen und Soldaten hervorbringen. Volunteers Support Ukraine betrachtet solche verlässlichen, budgetierten Zusagen als eine der wirklich ermutigenden Entwicklungen, gerade weil sie die Unsicherheit verringern, die einen großen Teil der breiteren Unterstützungsarbeit prägt.

Plenarsitzung des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Blenheim Palace bei Woodstock

Die Mission von Volunteers Support Ukraine

Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, in dem Maße, wie es die verfügbaren Mittel der Organisation zulassen — sei es durch Unterstützung von Zivilistinnen und Zivilisten nahe der Front, durch Hilfe für Militärangehörige oder durch die Unterstützung von medizinischem Personal. Nachrichten wie diese beiden Abkommen sind für diese Mission relevant, weil sie zeigen, dass die Unterstützung der Ukraine zunehmend strukturiert, finanziert und auf Dauer angelegt ist — und nicht nur eine Frage des guten Willens im Moment.

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