In der Nacht auf den 13. August 2026 griffen russische Streitkräfte die Hafeninfrastruktur von Izmail an, dem größten ukrainischen Donauhafen. Es kam zu Bränden, einer Verletzten und einem teilweisen Stromausfall in der Stadt.
In der Nacht auf den 13. August 2026 griffen russische Streitkräfte erneut den Bezirk Izmail in der Oblast Odesa an und richteten Angriffsdrohnen auf die Donauhäfen Izmail und Reni. Izmail ist der größte ukrainische Hafen an der Donau, nur wenige Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt, und einer der wichtigsten Umschlagplätze für Getreide- und Warenexporte, seit ein Großteil der Kapazitäten am Schwarzen Meer kriegsbedingt weggefallen ist. Die Bezirksverwaltung von Izmail bestätigte über Telegram, der Feind habe den Bezirk "erneut angegriffen" und "Hafeninfrastruktur getroffen", wodurch Schäden entstanden und ein Feuer ausbrach. Volunteers Support Ukraine verfolgt die Folgen aufmerksam, denn genau in diesen südlichen Grenzgemeinden versucht die Organisation, Menschen mit Unterstützung zu erreichen.
Unmittelbar nach den Angriffen rückten Einheiten des staatlichen Katastrophenschutzes aus, um den Brand einzudämmen, der an den Hafenanlagen ausgebrochen war. Die örtlichen Behörden haben das genaue Ausmaß der Schäden bislang nicht näher beziffert und sprechen lediglich von Schäden und einem Feuer. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass es genau diese Rettungskräfte sind, die jede Nacht den ersten Schlag eines Angriffs abfangen, oft stundenlang im Dunkeln arbeitend, bevor überhaupt klar ist, wie groß der Schaden tatsächlich ist.

Der Leiter der Gebietsmilitärverwaltung Odesa, Oleh Kiper, teilte mit, dass bei den Drohnenangriffen auf die Region eine 18-jährige Frau verletzt wurde und in schwerem Zustand ins Krankenhaus gebracht wurde, wo Ärzte sie versorgen. Die Angriffe beschädigten zudem das Stromnetz, sodass der südöstliche Teil von Izmail ohne Elektrizität blieb; Notfallteams des Energieversorgers DTEK begannen umgehend mit Reparaturarbeiten, und Wasserversorgung sowie Kanalisation wurden auf Notstrom umgestellt, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Volunteers Support Ukraine weiß aus Erfahrung, dass es oft gerade diese unscheinbaren Folgen sind — Licht, Wasser, Heizung —, die ohnehin belastete Familien am härtesten treffen.

Der Angriff auf Izmail erfolgte einen Tag, nachdem die Ukraine Noworossijsk getroffen hatte, einen der wichtigsten russischen Getreideexporthäfen am Schwarzen Meer, in einem Krieg, in dem zunehmend die Hafen- und Schifffahrtsinfrastruktur beider Länder zum Ziel wird. Kyjiw soll vorgeschlagen haben, dass beide Seiten Angriffe auf zivile Ziele am Schwarzen Meer und an der Donau einstellen, und warnt vor den Risiken für die globale Ernährungssicherheit nach Wochen verstärkter Angriffe. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat seine Exportprognose für die neue Saison bereits um mehr als die Hälfte gesenkt, da alternative Routen über Schiene und Fluss die verlorene Seekapazität nicht vollständig ersetzen können. Volunteers Support Ukraine sieht in solchen systematischen Angriffen auf Häfen ein weiteres Zeichen dafür, wie weit der Krieg über die Frontlinie hinausreicht und die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen weit außerhalb der Ukraine berührt.


Jeder neue Angriff auf zivile Infrastruktur erinnert daran, dass Unterstützung jeden einzelnen Tag gebraucht wird, nicht nur, wenn eine Meldung Schlagzeilen macht. Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, mit den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen — humanitäre Hilfe, Unterstützung für Gemeinden, die unter ständiger Bedrohung durch Beschuss leben, sowie Öffentlichkeitsarbeit, die die Aufmerksamkeit der Welt auf das Geschehen in der Ukraine lenkt. Die Organisation arbeitet weiter dort, wo sie Menschen in Not erreichen kann, und lädt alle ein, die helfen möchten, sich der Unterstützung für Ukrainerinnen und Ukrainer anzuschließen, die täglich die Folgen der russischen Aggression zu spüren bekommen.
