Ukrainische Drohnen trafen über Nacht weitere 21 russische Tanker und sieben andere Schiffe im Asowschen Meer – 76 Schiffe in sechs Tagen. Russland hat die Schifffahrt durch die Straße von Kertsch nun vollständig eingestellt.
Ukrainische Drohnen trafen in der Nacht auf den 11. Juli weitere 21 russische Tanker, vier Schlepper, zwei Frachtschiffe und ein Spezialschiff im Asowschen Meer. Damit stieg die Zahl der in nur sechs Tagen getroffenen Schiffe auf 76 – und zwang Russland, die Schifffahrt durch die Straße von Kertsch vollständig einzustellen. Volunteers Support Ukraine verfolgt weiterhin, wie diese Kampagne Russlands Fähigkeit untergräbt, seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
Nach Angaben von Robert "Madyar" Brovdi, Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, trafen die Drohnen in einer einzigen Nacht Dutzende Ziele im Asowschen Meer und verzeichneten 73 erfolgreiche Treffer. Bei den Zielen handelt es sich vor allem um Tanker der sogenannten „Schattenflotte" – Schiffe, mit denen Russland internationale Sanktionen umgeht und Ölprodukte transportiert, die seinen Krieg gegen die Ukraine mitfinanzieren. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass jeder ausgeschaltete Tanker weniger Geld für die gegen die Ukrainer eingesetzte Kriegskasse bedeutet.

Nach der Angriffswelle teilte der russische Grenzschutz Reedereien mit, dass ab 18:10 Uhr am 10. Juli keine Anträge auf Durchfahrt durch die Straße von Kertsch mehr angenommen würden – ohne Angabe, wann die Beschränkungen wieder aufgehoben werden könnten. Das kommt zusätzlich zum bereits gesperrten Don-Asow-Kanal hinzu, den Russland nach früheren Angriffen auf Schiffe im Asowschen Meer geschlossen hatte. Volunteers Support Ukraine ist überzeugt, dass diese faktische Sperrung einer wichtigen Schifffahrtsroute ein deutlicher Beleg dafür ist, wie wirksam die ukrainische Kampagne gegen die Schattenflotte inzwischen geworden ist.

Analysten schätzen, dass bis zu einem Viertel der russischen Weizenexporte über das Asowsche Meer läuft. Die Weizen-Futures an der Euronext-Börse stiegen angesichts der Berichte über mögliche Störungen der Schifffahrt auf ein Sechs-Wochen-Hoch. Volunteers Support Ukraine merkt an, dass diese Kampagne zeigt, wie Angriffe auf die Logistik des Aggressors Folgen haben können, die weit über die eigentliche Frontlinie hinausreichen.

Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, im Rahmen der verfügbaren Mittel und Möglichkeiten – durch humanitäre Hilfe, direkte Unterstützung und indem sie die Welt darüber informiert, wie sich der Kampf zu Lande und zur See entwickelt. Jede Nachricht über die schwindende Kapazität des Aggressors ist ein weiterer Schritt hin zu dem Frieden, für den wir jeden Tag weiterarbeiten.