Russische Drohnen trafen in der Nacht auf den 2. August 2026 den Industriebezirk von Charkiw und das Dorf Lohatschiwka, wobei fünf Menschen verletzt wurden, darunter zwei Kinder und eine Rettungskraft.
In der Nacht auf den 2. August 2026 griffen russische Streitkräfte Charkiw zum zweiten Mal in dieser Nacht mit Kampfdrohnen an und trafen den Industriebezirk der Stadt sowie das Dorf Lohatschiwka im Bezirk Charkiw. Fünf Menschen wurden verletzt, darunter zwei Kinder.
Nach Angaben der Rettungsdienste erlitten ein 8-jähriges Mädchen, ein 13-jähriger Junge und ein 74-jähriger Mann aus dem Industriebezirk akute Stressreaktionen. Alle wurden vor Ort medizinisch versorgt. Auch eine Rettungskraft wurde bei den Löscharbeiten verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Volunteers Support Ukraine verfolgt derartige Meldungen aus der Region Charkiw aufmerksam, wo Drohnenangriffe auf Wohngebiete inzwischen fast alltäglich geworden sind.

Die Angriffe lösten mindestens zwei Brände aus. Im Industriebezirk fingen ein Lagergebäude und Holzpaletten auf dem Gelände eines Unternehmens Feuer, während in Lohatschiwka eine Autowerkstatt niederbrannte. Auch private Wohnhäuser sowie Wirtschafts- und Lagergebäude wurden beschädigt. Die Rettungskräfte waren an mehreren Orten gleichzeitig im Einsatz und bekämpften die Flammen unter dichtem Rauch.

Feuerwehreinheiten, Sprengstoffexperten und Psychologen wurden an die betroffenen Orte entsandt, um sowohl den Verletzten als auch den Bewohnern zu helfen, die erneut einen nächtlichen Angriff überstanden hatten. Dichter Rauch erschwerte die Löscharbeiten erheblich, sodass die Teams unter eingeschränkter Sicht arbeiten mussten.


Nächte wie diese sind für Charkiw und die Region zu einer schmerzhaften Routine geworden. Seit mehr als drei Jahren unterstützt Volunteers Support Ukraine Menschen, die von den Kampfhandlungen betroffen sind — durch humanitäre Hilfslieferungen, Unterstützung für Vertriebene und, im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten, Ausrüstung für Rettungsdienste und Gemeinden nahe der Front. Die Organisation verfolgt die Lage in der Region Charkiw weiterhin und ruft dazu auf, die betroffenen Regionen der Ukraine zu unterstützen.