Am 21. Juli griffen russische Truppen Charkiw und 18 Ortschaften der Region binnen 24 Stunden an. Zwei Tote, fünfzehn Verletzte, darunter ein Kind. Am schwersten traf es Schewtschenkowe.
Die Region Charkiw geriet am 21. Juli erneut unter schweren Beschuss: Innerhalb von 24 Stunden griffen russische Truppen die Stadt Charkiw und 18 weitere Ortschaften der Region mit Mehrfachraketenwerfern, Raketen, Gleitbomben und verschiedenen Drohnentypen an. Laut Oleh Synjehubow, dem Leiter der Charkiwer Gebietsmilitärverwaltung, wurden dabei zwei Menschen getötet und fünfzehn weitere verletzt, darunter ein Kind. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Meldungen aufmerksam, denn sie zeigen genau, warum kontinuierliche Unterstützung für betroffene Gemeinden weiterhin notwendig ist.
Am schwersten betroffen war das Dorf Schewtschenkowe im Bezirk Kupjansk, wo russische Truppen gegen 19 Uhr ein dicht besiedeltes Viertel mit zweistöckigen Wohnhäusern mit einer Gleitbombe trafen. Ein 68-jähriger Mann kam ums Leben, eine 20-jährige Frau wurde verletzt, sieben weitere Anwohner erlitten akute Stressreaktionen. Mehr als zehn Wohngebäude wurden beschädigt: Fenster wurden herausgerissen, Dächer zerstört, Nebengebäude verwüstet.

Rettungskräfte und Freiwillige waren bis spät in den Abend vor Ort, um Trümmer zu beseitigen und Bewohnern zu helfen, die plötzlich ohne Obdach dastanden. Laut der Gebietsmilitärverwaltung Charkiw stand ein Privathaus in einem anderen Teil der Region unmittelbar nach dem Angriff in Flammen.

In Charkiw selbst wurde eine 64-jährige Frau verletzt, mehrere weitere Anwohner, darunter ein 13-jähriges Mädchen, erlitten akute Stressreaktionen. In Isjum wurde ein 24-jähriger Mann verletzt, im Dorf Kamjana Jaruha der Gemeinde Tschuhujiw ein 63-jähriger Mann. Im Dorf Kostjantyniwka der Gemeinde Solotschiw starb eine weitere Person — die genauen Umstände werden noch geklärt.

Insgesamt setzten die russischen Streitkräfte in diesem Zeitraum mindestens eine Rakete, drei Mehrfachraketenwerfersysteme, zwölf Gleitbomben, sechs Molnija-Drohnen, drei FPV-Drohnen und rund sechzig weitere unbemannte Fluggeräte ein — auch geparkte Zivilfahrzeuge wurden getroffen.

Für die Bewohner der Grenz- und Frontgemeinden der Region Charkiw ist nahezu täglicher Beschuss zur bitteren Routine geworden, und jeder solche Tag bringt neu zerstörte Häuser sowie neue körperliche und seelische Wunden.

Genau deshalb hilft Volunteers Support Ukraine weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, in dem Maße, wie es die verfügbaren Mittel erlauben — mit humanitärer Hilfe, praktischer Alltagsunterstützung und Informationsangeboten. Wir sind überzeugt, dass schon bescheidene Hilfe den Tag für jemanden erleichtern kann, der gerade das Dach über dem Kopf verloren hat.
Geschichten wie diese aus der Region Charkiw erinnern daran, wie zerbrechlich der Alltag in den Frontgebieten der Ukraine bleibt. Die Freiwilligengemeinschaft, zu der auch die NGO Volunteers Support Ukraine gehört, arbeitet weiter daran, betroffene Gemeinden schneller und wirksamer zu unterstützen.