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Russische Drohne tötet Priester bei orthodoxem Kloster in der Region Cherson

Russische Drohne tötet Priester bei orthodoxem Kloster in der Region Cherson

20.09.2026
· 3 Min. Lesezeit

Am 19. September traf eine russische FPV-Drohne ein orthodoxes Kloster in der Region Cherson; ein 71 Jahre alter Priester wurde getötet, vier weitere Geistliche verletzt. Der Angriff war Teil einer breiteren Angriffswelle auf 43 Ortschaften der Region.

Am 19. September 2026 traf gegen 15:00 Uhr Ortszeit eine russische FPV-Drohne ein orthodoxes Kloster im Dorf Tscherwonyj Majak in der Region Cherson – ukrainisch kontrolliertes Gebiet nahe der Frontlinie. Bei dem Angriff kam ein 71 Jahre alter Priester ums Leben, vier weitere Geistliche im Alter von 51, 53, 51 und 31 Jahren wurden durch die Explosion verletzt. Volunteers Support Ukraine hat die Nachricht von diesem Verlust mit Bestürzung aufgenommen und verfolgt weiterhin die Lage in den Frontgemeinden, die die Organisation zu unterstützen versucht.

Angriff auf eine Gebetsstätte

Nach Angaben von Oleksandr Prokudin, dem Leiter der Gebietsmilitärverwaltung Cherson, traf die feindliche Drohne das Klostergelände am frühen Nachmittag. Der älteste der Betroffenen, ein 71 Jahre alter Priester, starb noch vor Ort; die vier weiteren Geistlichen erlitten Explosionsverletzungen und mussten behandelt werden. Für Volunteers Support Ukraine ist ein Angriff auf ein Kloster – einen Ort ohne jeden militärischen Zweck – eine schmerzhafte Erinnerung daran, was Zivilisten und religiöse Gemeinschaften an der Front täglich erleben.

Illustratives Foto: eine FPV-Drohne im Flug

Eine Region unter schwerem Beschuss

Der Angriff auf das Kloster ereignete sich inmitten einer breiteren Welle russischer Angriffe auf die Region Cherson am selben Tag: Am 19. September wurden 43 Ortschaften der Region aus der Luft, mit Drohnen und Artillerie beschossen. Nach Angaben der Regionalverwaltung wurden innerhalb dieser 24 Stunden drei Menschen getötet und neun verletzt, darunter ein Kind – Zahlen, in denen das Opfer des Klosterangriffs bereits enthalten ist und nicht hinzukommt. Auch Wohnhäuser, ein Mehrfamilienhaus, eine Tankstelle, eine Gasleitung und Nebengebäude wurden beschädigt. Volunteers Support Ukraine sieht darin ein weiteres Zeichen dafür, wie verwundbar Frontgemeinden Tag für Tag bleiben.

Illustratives Foto: Rauch nach einem Angriff in der Region Cherson

Alltägliche Gefahr an der Front

Tscherwonyj Majak, Teil der Gemeinde Noworaisk im Rajon Beryslaw, ist eines von vielen Dörfern der Region, die aufgrund der Nähe zum Dnipro-Fluss und zu besetztem Gebiet regelmäßig unter Beschuss geraten. Geistliche sind, wie gewöhnliche Bewohner auch, im Alltag realer Gefahr ausgesetzt. Volunteers Support Ukraine hat durch die eigene Arbeit in Frontregionen gesehen, wie schmal die Grenze zwischen einem gewöhnlichen Tag und einer Tragödie sein kann.

Illustratives Foto: ein Rettungswagen

Unsere Mission geht weiter

Diese Tragödie erinnert erneut daran, warum die Arbeit von Volunteers Support Ukraine notwendig bleibt. Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, im Rahmen der verfügbaren Mittel – durch humanitäre Hilfe, Unterstützung für Frontgemeinden und indem sie Geschichten Aufmerksamkeit schenkt, die sonst unbemerkt blieben. Unsere Gedanken sind bei der Familie und der Gemeinschaft des getöteten Priesters sowie bei allen, die an diesem Tag in der Region Cherson betroffen waren.

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