Ein ballistischer Raketenangriff auf Kyjiw in der Nacht auf den 16. Juli löste Lagerhausbrände in den Bezirken Swjatoschynskyj und Darnyzkyj aus, zwei Menschen starben.
In der Nacht auf den 16. Juli traf Russland Kyjiw in zwei Wellen mit ballistischen Raketen. Zwei Stadtbezirke der Hauptstadt wurden gleichzeitig angegriffen — Swjatoschynskyj und Darnyzkyj. Zwei Menschen wurden getötet, mindestens sechs weitere unterschiedlich schwer verletzt, darunter ein 16-jähriger Jugendlicher.
Im Bezirk Darnyzkyj löste der Angriff Brände in einem Verwaltungs- und Lagergebäude, einem Lagerhaus und mehreren dort geparkten Lastwagen aus. Im Bezirk Swjatoschynskyj fing ein einstöckiges Lagergebäude Feuer. Raketentrümmer fielen zudem auf ein unbewohntes Gelände in Darnyzja, wo später ein weiterer Einschlag in ein Nichtwohngebäude festgestellt wurde. Tymur Tkatschenko, Leiter der Kyjiwer Stadtmilitärverwaltung, forderte die Bewohner auf, in Schutzräumen zu bleiben, und betonte, der Feind greife gezielt mit ballistischen Waffen an.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden gleichzeitig in mehreren Regionen Luftalarme wegen der Bedrohung durch ballistische Raketen ausgelöst, und der Angriff auf Kyjiw war bereits der sechste mit ballistischen Raketen seit Anfang Juli. Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, Rettungskräfte seien damit beschäftigt, Brände in der gesamten Hauptstadt zu löschen. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass ballistische Raketen im Vergleich zu Drohnen und Marschflugkörpern nach wie vor das schwierigste Ziel für die ukrainische Luftabwehr darstellen.

Am Morgen waren Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes weiterhin an den Einschlagorten im Einsatz und räumten verkohlte Lagerhausreste weg. Freiwillige von Volunteers Support Ukraine merken an, dass nächtliche Angriffe wie dieser auf die Hauptstadt mittlerweile regelmäßig vorkommen und die Bewohner selbst an gewöhnlichen Arbeitstagen ständig bereit sein müssen, auf Luftalarm zu reagieren.

Regelmäßige ballistische Angriffe auf Kyjiw zeigen, dass Russland die Hauptstadt weiterhin ins Visier nimmt, trotz anhaltender diplomatischer Bemühungen der Partner der Ukraine. Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben, und hält es für wichtig, über jeden solchen Angriff zu berichten.