Nach wiederholten russischen Angriffen auf die Süd- und die Nordbrücke bereitet Kyjiw Ersatzübergänge vor: Der Bau beginnt nächste Woche und kann bis zu drei Monate dauern.
Zwischen dem 1. und 3. Oktober trafen russische Drohnen die Süd- und die Nordbrücke über den Dnipro in Kyjiw mehrfach. Nun bereiten die Behörden eine Ausweichlösung vor: Pontonübergänge, die beide Ufer auch dann verbinden, wenn die Brücken ausfallen. Volunteers Support Ukraine fasst zusammen, was zu dem Plan bekannt ist.
Infrastruktur- und Verkehrsminister Mykola Kalaschnyk erklärte, der Bau mehrerer Reserveübergänge beginne schon nächste Woche, die Standorte seien festgelegt. Vorgesehen sind Erddämme mit Pontonabschnitten – der schnellste Weg, das linke und das rechte Ufer wieder zu verbinden.

Nach Angaben des Ministers kann der Bau bis zu drei Monate dauern. Die Übergänge sollen mindestens die Hälfte der Kapazität der bestehenden Brücken erreichen. Täglich fahren rund 600.000 Fahrzeuge zwischen den Ufern, und dieser Verkehr soll weiterfließen.

Neben Pontons werden schnell montierbare Betonkonstruktionen geprüft und langfristig ein Tunnel unter dem Dnipro. Ein solches Projekt würde zig Milliarden Hrywnja kosten und hängt daher von der Unterstützung internationaler Partner ab. Der Schutz der bestehenden Brücken vor neuen Angriffen bleibt eine Priorität.

Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, im Rahmen der vorhandenen Mittel, und verfolgt, wie sich die Hauptstadt und andere Städte auf neue Bedrohungen einstellen.