In der Nacht zum 24. September führte Russland einen kombinierten Angriff auf zivile Infrastruktur in der Region Odesa durch: Ein Krankenhaus, eine Schule und ein Baumarkt wurden beschädigt, zwei Menschen verletzt, während Rumänien und Moldau Jets starten ließen und Luftraum sperrten.
In der Nacht zum 24. September führte Russland einen massiven, kombinierten Angriff auf zivile Infrastruktur in der Region Odesa durch — mit Raketen, Angriffsdrohnen und ballistischen Waffen. Zwei Menschen wurden verletzt und werden medizinisch versorgt. Volunteers Support Ukraine dokumentiert solche Angriffe auf zivile Ziele im Süden des Landes täglich, und genau solche Nachrichten erklären, warum Unterstützung für frontnahe und Küstengemeinden ein dauerhafter Bedarf bleibt, keine einmalige Aktion.
Nach Angaben des Leiters der Gebietsmilitärverwaltung Odesa, Oleh Kiper, wurden gleich mehrere Objekte beschädigt: das Dach einer Abteilung eines städtischen Krankenhauses, eine Schule mit zerbrochenen Fenstern, ein zehnstöckiges Nichtwohngebäude, Lebensmittellager sowie der bereits zuvor angegriffene Baumarkt Nova Linia, in dem der Treffer einen Großbrand auslöste. Auch Wohnhäuser wurden getroffen — zerbrochene Fenster, beschädigte Autos. "Die Strafverfolgungsbehörden dokumentieren ein weiteres russisches Kriegsverbrechen", erklärte Kiper. Die Rettungskräfte konnten den Brand im Baumarkt löschen, auch wenn wiederholter Fliegeralarm die Arbeit erschwerte.

Fotos vom Ort zeigen, wie die Flammen einen ganzen Abschnitt des Handels- und Lagerkomplexes erfassten — eingeschlagene Schaufenster, ein eingestürzter Dachteil, brennende Warenpaletten direkt vor dem Gebäude. Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Objekt getroffen wird: Der Baumarkt war bereits zuvor beschädigt worden, was Volunteers Support Ukraine als Beispiel für systematischen Druck auf die zivile Handels- und Logistikinfrastruktur der Region wertet, nicht als Zufall.

Das Ausmaß des Angriffs war so groß, dass Rumänien zwei F-16 und zwei spanische F-18 aufsteigen ließ, um den eigenen Luftraum zu patrouillieren, nachdem ein Luftziel bei Botoșani in das Land eingedrungen und ohne Opfer bei Solca abgestürzt war. Moldau schloss vorübergehend seinen nördlichen Luftraum wegen einer Drohne, die die Grenze verletzt hatte, und öffnete ihn erst gegen Morgen wieder. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass es zeigt, wie sehr Angriffe auf den Süden der Ukraine über ein rein lokales Problem hinausgehen, wenn benachbarte NATO-Staaten mit eigenen Flugzeugen reagieren müssen.

Die Region Odesa bleibt eines der Gebiete, in denen zivile Infrastruktur — Krankenhäuser, Lager, Geschäfte, Wohnhäuser — systematisch statt gelegentlich angegriffen wird. Volunteers Support Ukraine unterstützt weiterhin vom Krieg betroffene Menschen mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln und hält es für wichtig, jeden solchen Fall zu dokumentieren, damit das Ausmaß der täglichen Verluste im Süden nicht unbemerkt bleibt.