Ein russischer Drohnenangriff auf ein Lager der Ukrainischen Rotkreuz-Gesellschaft in Cherson vernichtete humanitäre Hilfsgüter im Wert von fast ₴28 Millionen — Vorräte, die für den kommenden Winter zurückgelegt worden waren.
Am Abend des 23. August traf eine russische Drohne ein Lager der Ukrainischen Rotkreuz-Gesellschaft in Cherson. Das dadurch ausgelöste Feuer zerstörte oder beschädigte humanitäre Hilfsgüter im Wert von fast ₴28 Millionen. Das ist keine abstrakte Zahl — es geht um Dinge, die den Menschen in Cherson durch diesen Winter helfen sollten.
Nach Angaben des Roten Kreuzes zerstörte das Feuer Materialien und Ausrüstung, die für die Herbst-Winter-Saison vorbereitet worden waren, sowie Vorräte zur Reaktion auf die Folgen von Beschuss — darunter Material zum provisorischen Abdecken beschädigter Dächer und Fenster. Im Lager befanden sich außerdem medizinisches Material, Decken, Hygienesets sowie Ausrüstung zur Versorgung von Menschen mit Wasser und Strom.

Das Rote Kreuz betont, dass bei dem Angriff keine eigenen Mitarbeiter oder Freiwilligen verletzt wurden. Das schmälert den Verlust nicht — genau diese Vorräte waren für die kältesten Monate bestimmt, in denen der Bedarf an Unterkunft, Wärme und medizinischer Hilfe im frontnahen Cherson traditionell stark ansteigt.

Trotz des Verlusts eines Teils seiner Vorräte erklärte das Rote Kreuz, weiterhin in Cherson und der umliegenden Region aktiv zu sein: Teams rücken weiterhin zu Einschlagsorten aus und leisten, was möglich ist. Cherson und die umliegenden Gemeinden gehören weiterhin zu den Regionen, die am stärksten unter täglichen Angriffen leiden — und genau deshalb ist ein Lager wie dieses nicht nur Logistik, sondern Teil der Fähigkeit einer Gemeinschaft, den Winter überhaupt zu überstehen.

Der Verlust eines einzigen humanitären Lagers ist immer ein doppelter Schlag: Die Güter selbst sind endgültig weg, und ebenso die Zeit, die es gekostet hat, sie überhaupt zusammenzutragen. Volunteers Support Ukraine begegnet derselben Rechnung jeden Tag und hilft weiterhin Zivilisten, die vom Krieg betroffen sind, im Rahmen der verfügbaren Ressourcen — unabhängig davon, wen es dieses Mal getroffen hat.