US-Außenminister Marco Rubio sagt, ein Kriegsende durch Verhandlungen sei vorerst nicht erreichbar. Zugleich trifft das ukrainische Team am 9. Oktober in den USA Witkoff und Kushner.
Am 8. Oktober sagte US-Außenminister Marco Rubio der griechischen Zeitung Kathimerini, ein Ende des Krieges durch Verhandlungen sei derzeit nicht erreichbar. Ihm zufolge will russland ohne Kampf die volle Kontrolle über das Gebiet Donezk, was Kyjiw ablehnt. Sowohl Kyiv Independent als auch Ukrinform berichteten über seine Äußerungen.

Die Ukraine schlägt eine Waffenruhe entlang der aktuellen Frontlinie vor. Der Kreml lehnt eine Feuerpause ab und verlangt, dass Kyjiw den noch kontrollierten Teil des Donbass abtritt. Am 7. Oktober sagte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow, derzeit seien keine von den USA vermittelten Gespräche geplant. Anfang September besuchten Trumps Gesandte Kyjiw und Moskau, erreichten aber nur eine Grundsatzeinigung über ein Dreiertreffen, das nun ungewiss erscheint. Volunteers Support Ukraine verfolgt diplomatische Entwicklungen aufmerksam, denn sie entscheiden mit darüber, wann Menschen zu einem sichereren Leben zurückkehren können.

Wolodymyr Selenskyj sagte, die Ukraine befinde sich nicht in einer diplomatischen Sackgasse, und forderte mehr Sanktionen gegen russland. Am 9. Oktober trifft das ukrainische Verhandlungsteam in den Vereinigten Staaten Jared Kushner und Steve Witkoff. Laut dem Präsidenten gehören der Delegation Budanow, Kyslyzja, Arachamija und Umerow an. Auf der Agenda stehen unter anderem die Beschleunigung finanzieller Hilfe und die Stärkung der Luftverteidigung; laut Kyiv Independent werden auch Vorschläge für eine Energie- und Schwarzmeer-Waffenruhe besprochen. Selenskyj hofft, dass ein europäisches Team beiden Gruppen beitritt, und erwartet die Delegation am Montagmorgen zurück in Kyjiw.

Der Präsident deutete zudem mögliche nicht öffentliche wirtschaftliche Gespräche zwischen den USA und russland an, nannte aber keine Details. Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben, und hofft auf diplomatische Schritte, die den Frieden näherbringen.