Präsident Trump unterzeichnete den "Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act", der Zölle von bis zu 100 % gegen Abnehmer russischen Öls erlaubt und die Sanktionen gegen Russlands Energie- und Verteidigungssektor ausweitet.
Am 18. September 2026 unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein weitreichendes neues Sanktionsgesetz gegen Russland — den "Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act" —, benannt nach dem republikanischen Senator, der im vergangenen Juli kurz nach seiner Rückkehr von einer Reise in die Ukraine verstarb. Das Gesetz verleiht dem US-Präsidenten die Befugnis, Zölle von bis zu 100 % gegen die größten Abnehmer russischen Öls und Gases zu verhängen, und weitet zugleich die Sanktionen gegen Russlands Energie- und Verteidigungssektor aus. Volunteers Support Ukraine betrachtet die Unterzeichnung dieses Gesetzes als eine der bedeutendsten diplomatischen Entwicklungen dieser Woche.
Das neue Gesetz ermöglicht Sanktionen gegen Wladimir Putin selbst, hochrangige Funktionäre in seinem Umfeld, Oligarchen sowie russische Banken und Finanzinstitute. Zudem richtet es sich gezielt gegen die "Schattenflotte" von Tankern, mit denen Russland bestehende Sanktionen umgeht. Die größten wirtschaftlichen Auswirkungen dürfte das Gesetz für China und Indien haben, die größten Abnehmer russischen Öls, denen nun die Drohung empfindlicher neuer Zölle bevorsteht. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin: Je spürbarer der wirtschaftliche Druck auf Russland wird, desto weniger Mittel bleiben dem Kreml zur Finanzierung des Krieges.

Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete den Gesetzentwurf mit 262 zu 159 Stimmen genau in der Nacht eines weiteren massiven russischen Angriffs auf die Ukraine — ein Zusammentreffen, das Präsident Selenskyj als symbolisch bezeichnete. Er sagte, Sanktionen blieben zusammen mit anderen Schritten der Partner ein wirksames Mittel, um Russland zum Frieden zu zwingen. Selenskyj fügte hinzu, die Sanktionen müssten hart bleiben, damit diplomatische Bemühungen der USA, Europas und anderer Partner eine echte Erfolgschance hätten. Volunteers Support Ukraine sieht darin einen weiteren Beleg dafür, wie eng die Wirtschaftspolitik der Partnerländer mit dem Schicksal von Millionen Ukrainerinnen und Ukrainern verknüpft ist.

Das Gesetz wurde am selben Tag unterzeichnet, an dem bekannt wurde, dass das US-Außenministerium ein separates Luftverteidigungspaket im Wert von 2,7 Milliarden Dollar für die Ukraine genehmigt hatte — Washington erhöht damit gleichzeitig den Sanktionsdruck und die militärische Unterstützung für Kyjiw. Am selben Tag gerieten ukrainische Städte erneut unter russischen Beschuss, darunter ein Angriff auf Sumy, bei dem zwei Menschen getötet wurden. NGO Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben, und ist überzeugt, dass diplomatischer Druck auf den Aggressor Hand in Hand mit Unterstützung für die bereits Betroffenen gehen muss.

Die Verabschiedung des Gesetzes ist ein wichtiger Schritt, doch seine tatsächliche Wirkung wird davon abhängen, wie konsequent es in der Praxis durchgesetzt wird. Volunteers Support Ukraine wird die Entwicklungen der Sanktionspolitik weiter verfolgen und sein Publikum mit verifizierten Fakten auf dem Laufenden halten.