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Russischer Drohnenangriff auf Supermarkt in Tschernihiw tötet Kind, 25 Verletzte

Russischer Drohnenangriff auf Supermarkt in Tschernihiw tötet Kind, 25 Verletzte

27.07.2026
· 3 Min. Lesezeit

Eine russische Angriffsdrohne mit Kamera schlug am Sonntagnachmittag in einen geöffneten ATB-Supermarkt in Tschernihiw ein. Zwei Menschen wurden getötet, darunter ein neunjähriges Mädchen, 25 weitere wurden verletzt.

Am Nachmittag des Sonntags, 26. Juli 2026, schlug eine russische kameraausgestattete Angriffsdrohne in einen ATB-Supermarkt in Tschernihiw ein, während dort Menschen ganz gewöhnliche Sonntagseinkäufe erledigten. Zwei Menschen wurden getötet, darunter ein neunjähriges Mädchen, 25 weitere wurden verletzt. Bei demselben Angriff wurden auch eine nahegelegene Autowerkstatt und ein Lagerhaus getroffen. Volunteers Support Ukraine spricht den Familien der Opfer und allen, die an diesem Tag in Tschernihiw betroffen waren, sein Beileid aus.

Ein Angriff auf Zivilisten am helllichten Tag

Sprengstoffexperten der Polizei stellten fest, dass der Supermarkt von einer strahlgetriebenen Drohne mit Videokamera getroffen wurde — der Bediener sah also ein Live-Bild und lenkte die Waffe bewusst in ein Gebäude voller Menschen, statt sie blind auf einer festgelegten Bahn abzufeuern. Genau diese Kamera werten Ermittler als Beleg dafür, dass der Angriff auf ein ziviles Ziel keine verirrte oder fehlgeleitete Waffe war, sondern eine bewusste Zielauswahl. Das Feuer, das das Gebäude danach erfasste, behinderte die Rettungskräfte stundenlang bei dem Versuch, zur Unglücksstelle vorzudringen und das volle Ausmaß der Zerstörung zu erfassen.

Eine Rettungskraft löscht Flammen am Ort des Drohnenangriffs auf den Supermarkt in Tschernihiw

Zelenskyjs Reaktion und Forderung nach schärferen Sanktionen

Präsident Wolodymyr Zelenskyj bezeichnete den Angriff als "einen bewussten Akt russischen Terrors ohne jede militärische Rechtfertigung" und beschrieb ihn an anderer Stelle als "zutiefst zynischen" Angriff auf einen gewöhnlichen Supermarkt, in dem es nichts gab, das sich auch nur ansatzweise mit einem militärischen Ziel in Verbindung bringen ließe. Er erneuerte seinen Appell an die Partner der Ukraine, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen und die ukrainische Luftverteidigung zu stärken, damit Angriffe wie dieser physisch unmöglich werden. Die Rettungskräfte arbeiteten noch lange nach dem Löschen des Feuers am Einsatzort weiter, räumten Trümmer und dokumentierten Beweise für eine künftige Untersuchung des Kriegsverbrechens.

Feuerwehrleute bekämpfen auf einem Dach einen großen Brand nach dem Angriff auf den Supermarkt in Tschernihiw

Ein Angriff unter vielen an diesem Tag

Der Angriff auf den Supermarkt in Tschernihiw war Teil einer breiteren Welle russischer Angriffe an diesem Tag, von der auch andere Regionen des Landes betroffen waren. Doch gerade die Geschichte des Supermarkts — ein Ort, den Menschen wegen Brot und Lebensmitteln aufsuchten, und nicht irgendetwas, das an eine Front erinnert — zeigt am deutlichsten, wie wenig Unterschied Russland zwischen militärischen und zivilen Zielen macht. Tschernihiw, eine Stadt im Norden nahe der Grenzen zu Russland und Belarus, hat im Laufe des Krieges bereits wiederholt Angriffe erlebt, doch ein Angriff auf einen belebten Einkaufsort mitten an einem Sonntag ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie verletzlich das Alltagsleben in ukrainischen Städten bleibt.

Eine Rettungskraft arbeitet auf einem Dach inmitten dichten Rauchs nach dem Angriff auf den Supermarkt in Tschernihiw, im Hintergrund ist ein Wohnhaus zu sehen

Warum wir diese Geschichte erzählen

Volunteers Support Ukraine hilft jeden Tag Menschen, die vom Krieg betroffen sind, im Rahmen der Mittel und Möglichkeiten, über die die Organisation verfügt. Tragödien wie der Angriff auf den Supermarkt in Tschernihiw erinnern daran, warum diese Arbeit weiterhin gebraucht wird: Zivilisten in Städten nah und fern der Front verlieren weiterhin bei ganz alltäglichen Dingen ihr Leben — beim Einkaufen, zu Hause, auf dem Weg zur Arbeit. NGO Volunteers Support Ukraine setzt sich weiterhin für Menschen ein, deren Leben durch diesen Krieg aus den Fugen geraten ist, und wir bitten alle, die dazu in der Lage sind, den Menschen in der Ukraine nicht den Rücken zu kehren.

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