In der Nacht zum 18. August schickte die Ukraine mehr als 600 Drohnen nach Moskau, einer der größten Angriffe des Krieges. Mindestens drei Menschen wurden verletzt, darunter ein Kind, und ein Wildberries-Lager wurde getroffen.
In der Nacht vom 17. auf den 18. August 2026 führte die Ukraine einen der größten Drohnenangriffe des Krieges durch und schickte Schwärme von Langstreckendrohnen in Richtung Moskau und die umliegende Region. Russische Behörden meldeten, dass mehr als 600 Drohnen – eine Zahl nannte 637 – auf die Region Moskau gerichtet waren, wodurch die Luftabwehr der Hauptstadt die ganze Nacht über im Einsatz war. Volunteers Support Ukraine verfolgt die Folgen dieses Angriffs im Rahmen der täglichen Beobachtung, wie sich der Krieg auf beiden Seiten der Front weiterentwickelt.
Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die russische Luftabwehr habe zwischen Montagabend und 5 Uhr morgens am Dienstag rund 180 Drohnen über der Region Moskau abgeschossen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS bezeichnete den Angriff als den größten Drohnenangriff auf Moskau der vergangenen zwei Jahre. Volunteers Support Ukraine merkt an, dass das Ausmaß der Operation zeigt, wie zentral Langstreckendrohnen inzwischen für die ukrainische Strategie geworden sind – fast drei Jahre nach Beginn der umfassenden Invasion.
Drohnen trafen ein Lagerhaus des Unternehmens Wildberries, Russlands größtem E-Commerce-Konzern, sowie mehrere weitere Ziele in der Region Moskau. In der gesamten Region wurden mindestens drei Menschen verletzt, darunter ein zehnjähriges Mädchen. In mehreren Bezirken rund um die Hauptstadt wurden Brände und Sachschäden durch Trümmerteile abgefangener Drohnen gemeldet. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass selbst Angriffe auf Logistik- und militärnahe Infrastruktur ein reales Risiko für die dortige Bevölkerung darstellen – eine Erinnerung daran, wie weit dieser Krieg inzwischen über die eigentliche Front hinausreicht.

Bereits in derselben Woche kam es zu einem ähnlichen Brand in einem Wildberries-Lager bei Moskau – das Foto veranschaulicht die Art von Schäden, die diese Kampagne den Anlagen des Unternehmens wiederholt zugefügt hat.

Das Ausmaß des Angriffs wird nicht nur durch ukrainische Angaben, sondern auch von russischen Behörden und Staatsmedien selbst bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die eigenen Kräfte hätten in der Nacht landesweit mehr als 300 Drohnen abgeschossen, allein 126 davon über der Grenzregion Kursk. Auch die Behörden auf der annektierten Krim meldeten starke Drohnenaktivität während der Nacht. Volunteers Support Ukraine hält es für bemerkenswert, dass das Ausmaß der Operation von der angegriffenen Seite selbst bestätigt wird, was kaum Raum für Zweifel an ihrem Umfang lässt.
Dieser Angriff stand nicht für sich allein. Seit Monaten führt die Ukraine eine anhaltende Kampagne von Langstrecken-Drohnenangriffen gegen russische Logistikzentren, Lagerhäuser – darunter wiederholte Treffer auf Wildberries-Anlagen – und Ölraffinerien. Nach Angaben ukrainischer Vertreter besteht das Ziel darin, Russlands Wirtschaft und militärische Lieferketten unter Druck zu setzen und so Verhandlungsspielraum für eine künftige Friedensregelung aufzubauen. Volunteers Support Ukraine beobachtet weiterhin, wie diese Kampagne die tägliche Realität des Krieges weit über die Front hinaus verändert.

Kriege wie dieser setzen Menschen auf beiden Seiten der Front Gefahr, Verlust und Störungen des Alltagslebens aus. Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, mit den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, und konzentriert ihre Arbeit auf die Gemeinschaften und Menschen, die sie erreichen kann. Jeden Tag arbeitet unser Team daran, Spenden und Unterstützung in echte, direkte Hilfe für diejenigen zu verwandeln, die sie am dringendsten brauchen.