Angriffe Russlands und der Ukraine tief hinter den gegnerischen Linien forderten am 23. Juli mindestens acht Menschenleben — der höchste zivile Blutzoll seit 2022, während die Frontlinie selbst kaum in Bewegung ist.
Angriffe Russlands und der Ukraine tief hinter den jeweils gegnerischen Linien haben am 23. Juli mindestens acht Menschenleben gefordert, darunter ein Kind. Vier Menschen starben in der Ukraine, weitere vier in Russland und auf der von Russland annektierten Krim, wie offizielle Quellen beider Seiten mitteilten. Beobachter sagen, die Angriffe hätten den zivilen Blutzoll durch Angriffe tief im Hinterland auf den höchsten Stand seit 2022 getrieben — obwohl sich die Frontlinie selbst seit langem kaum verändert.
Am Abend des 22. auf den 23. Juli trafen russische Drohnen Tankstellen in den Stadtbezirken Kowpakiwskyj und Saritschnyj von Sumy und lösten dabei große Brände aus. Angriffe auf solche zivilen Ziele — Tankstellen, Lagerhäuser, Wohnviertel — werden den ganzen Juli über regelmäßig aus den Grenz- und Hinterlandregionen der Ukraine gemeldet.

Auf russischem Gebiet lösten Trümmer einer abgeschossenen ukrainischen Drohne einen Brand in einem Privathaus am Stadtrand von Woronesch aus, bei dem ein dreijähriger Junge ums Leben kam; seine Eltern und eine weitere Person wurden unterschiedlich schwer verletzt. Laut dem Gouverneur der Region wurden an jenem Abend 36 Drohnen über dem Gebiet Woronesch abgeschossen. Am selben Tag wurden Explosionen und Kommunikationsausfälle an verschiedenen Orten auf der besetzten Krim gemeldet, von Feodossija über Jewpatorija bis Sewastopol, wo Drohnen Berichten zufolge Energieinfrastruktur und Luftabwehrstellungen angriffen.

Bemerkenswert ist die Natur dieser Verluste: Obwohl sich die Kontaktlinie seit langem kaum verschiebt, weiten beide Seiten ihre Angriffe auf Ziele tief im Hinterland weiter aus — Energie-, Logistik- und Rüstungsinfrastruktur. Genau dieser Trend, nicht Verschiebungen auf dem Schlachtfeld, bestimmt zunehmend die tägliche Opferbilanz des Krieges.

Volunteers Support Ukraine dokumentiert diese Verluste täglich auf beiden Seiten der Frontlinie, denn ein objektives Bild davon, wie diese Phase des Krieges tatsächlich aussieht, ist ebenso wichtig wie Nachrichten von der Front. Die Organisation hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, im Rahmen der verfügbaren Mittel, unabhängig davon, von welcher Seite der Grenze der nächste erschütternde Bericht kommt.