Präsident Selenskyjs Dekret Nr. 725/2026 sanktioniert 11 russische Bürger, 13 Schiffe und 28 Unternehmen, die am Export ukrainischen Getreides aus besetzten Gebieten beteiligt sind, darunter der Frachter Irtysh.
Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete am 14. August 2026 das Präsidialdekret Nr. 725/2026, mit dem Sanktionen gegen 11 russische Staatsbürger, 13 Schiffe und 28 juristische Personen verhängt wurden, die am Export ukrainischen Getreides und anderer Güter aus vorübergehend besetzten Gebieten beteiligt sind, darunter Sewastopol und die Krim. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Entscheidungen aufmerksam, da sie direkt zur Bekämpfung der Plünderung ukrainischer Ressourcen während des Krieges beitragen.
Von den 13 sanktionierten Schiffen fahren 8 unter russischer Flagge, 3 unter panamaischer Flagge, 1 unter der Flagge von Belize und 1 unter der Flagge von St. Kitts und Nevis. Die Sanktionen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten, Beschränkungen bei Handel, Verträgen und Lizenzen, Einreiseverbote für Beteiligte sowie Hafenverbote für die Schiffe. Volunteers Support Ukraine sieht solche Maßnahmen als wichtigen Teil des internationalen Drucks auf diejenigen, die vom Krieg und der Besatzung profitieren.

Unter den genannten Schiffen befindet sich der russische Massengutfrachter Irtysh, der laut Dekret im Januar 2026 32.800 Tonnen Getreide und im April 2026 33.100 Tonnen Weizen im besetzten Sewastopol geladen haben soll, während er sein AIS-Trackingsystem abschaltete, um seine Bewegungen zu verschleiern. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass solche Praktiken zum Abtransport von Getreide aus besetzten Gebieten kein Einzelfall sind, sondern Teil einer systematischen Vorgehensweise.

Der Sanktionsbeauftragte des Präsidenten, Wladyslaw Wlasjuk, erklärte: "Der illegale Export ukrainischen Getreides aus den vorübergehend besetzten Gebieten muss Konsequenzen haben." Seine Worte spiegeln Kyjiws grundsätzlichen Ansatz in der Sanktionspolitik wider — jeden Fall der Plünderung zu dokumentieren und mit konkreten Beschränkungen für die beteiligten Personen, Unternehmen und Schiffe zu beantworten. Volunteers Support Ukraine ist der Ansicht, dass die transparente Dokumentation solcher Fälle für die künftige Rechenschaftspflicht für die der Ukraine zugefügten Schäden wichtig ist.

Der Export von Getreide aus besetzten Gebieten ist nicht nur ein wirtschaftliches Verbrechen, sondern auch Teil eines größeren Bildes davon, wie Russland versucht, besetztes ukrainisches Land zum eigenen Vorteil zu nutzen. Jedes neue Sanktionspaket ist ein Signal, dass diese Handlungen erfasst werden und Konsequenzen haben. Die NGO Volunteers Support Ukraine unterstützt weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten, und hält es für wichtig, die Gemeinschaft über Schritte zur Wiederherstellung von Gerechtigkeit für die Ukraine zu informieren.