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Selenskyj besucht erstmals als Präsident Serbien

Selenskyj besucht erstmals als Präsident Serbien

07.08.2026
· 3 Min. Lesezeit

Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am 8. August erstmals seit Amtsantritt nach Serbien, um in Belgrad Präsident Aleksandar Vučić zu treffen – sein erster Besuch im Land seit Beginn der russischen Großinvasion.

Am 6. August 2026 wurde bekannt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 8. August nach Serbien reist – zum ersten Mal in seiner Amtszeit. NGO Volunteers Support Ukraine verfolgt diese Nachricht aufmerksam, denn diplomatische Kontakte, die den Kreis ukrainischer Partner erweitern, beeinflussen unmittelbar den Umfang internationaler Unterstützung, von der auch die Hilfe für Kriegsbetroffene abhängt. Es ist Selenskyjs erster Besuch in Belgrad, seit Russland im Februar 2022 seine Großinvasion begann, und er ist symbolisch bedeutsam, da Kyjiw den Dialog auch mit Staaten offenhalten will, die sich bei den Sanktionen gegen Moskau bislang zurückgehalten haben.

Selenskyj bei einem internationalen Gipfeltreffen 2026, Teil seiner breiteren diplomatischen Aktivität

Worüber gesprochen wird

In Belgrad soll Selenskyj den serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić treffen. Auf der Agenda stehen laut bisherigen Angaben der EU-Beitrittsweg der Ukraine, die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder sowie Energiefragen. Für Kyjiw, das die Beitrittsverhandlungen mit der EU beschleunigen möchte, ist jedes Gespräch mit Staats- und Regierungschefs der Region – auch mit Serbien, das bereits seit 2012 EU-Beitrittskandidat ist – eine Gelegenheit, die ukrainische Position zu erläutern und gemeinsame Anknüpfungspunkte für eine europäische Zukunft zu finden. Volunteers Support Ukraine betont, dass solche Gespräche das diplomatische Klima mitprägen, in dem internationale Partner über weitere Unterstützung entscheiden.

Selenskyj neben den Präsidenten des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission beim Gipfel der Koalition der Willigen in Paris

Serbiens Balanceakt zwischen Brüssel und Moskau

Serbien gehört zu den wenigen europäischen Ländern, die sich den EU-Sanktionen gegen Russland nicht angeschlossen haben, und hält offiziell an militärischer Neutralität fest. Präsident Vučić hat bereits erklärt, dass der bevorstehende Besuch Selenskyjs nichts an Belgrads neutraler Haltung gegenüber Russland ändert. Dennoch zeigt die Tatsache, dass Serbien den ukrainischen Präsidenten zu einem offiziellen Treffen empfängt, wie schwierig es für Länder der Region ist, historische Bindungen an Moskau gegen die eigenen Ambitionen einer engeren europäischen Integration abzuwägen.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić bei einem offiziellen Treffen mit dem slowenischen Ministerpräsidenten im Juli 2026

Ein breiteres diplomatisches Muster

Der Besuch in Belgrad reiht sich ein in eine Reihe von Auslandsreisen, die Selenskyj im Jahr 2026 bereits unternommen hat – von Treffen mit europäischen Partnern über Gipfel der Koalition der Willigen bis zu Gesprächen in Washington. Jedes dieser Treffen ist Teil einer umfassenderen ukrainischen Strategie, den Krieg und den Wiederaufbau des Landes auf der Agenda der Weltführung zu halten. Für Serbien, das seine eigenen regionalen Interessen abwägt, ist der Empfang des ukrainischen Präsidenten ebenfalls ein bemerkenswerter Schritt in den bilateralen Beziehungen zwischen Belgrad und Kyjiw.

Luftaufnahme von Belgrad, der serbischen Hauptstadt, in der das Treffen stattfindet

Unabhängig davon, wohin sich die diplomatische Agenda als Nächstes entwickelt, richtet Volunteers Support Ukraine ihre verfügbaren Mittel weiterhin gezielt auf Menschen, die der Krieg bereits getroffen hat – mit konkreter Hilfe für Familien von Soldaten und Zivilisten, die ihr Zuhause oder Angehörige verloren haben.

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