Am Nachmittag des 8. Juli traf eine russische Drohne eine Gasanlage und ein Hochhaus im Bezirk Desnjanskyj in Kyjiw. Drei Menschen starben, zehn wurden verletzt, darunter zwei Sanitäter.
Am Nachmittag des Mittwochs, 8. Juli, schlug eine feindliche Drohne im Kyjiwer Bezirk Desnjanskyj ein. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, wahrscheinliches Ziel sei eine Gasverteilerstation gewesen, doch Druckwelle und Trümmer erreichten auch einen nahegelegenen Wohnblock. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, zehn weitere wurden verletzt, darunter zwei Sanitäter, die verletzt wurden, während sie bereits die ersten Verletzten versorgten. Volunteers Support Ukraine verfolgt weiterhin die Folgen jedes neuen Angriffs auf die Hauptstadt, denn hinter jeder Zahl in der offiziellen Bilanz steckt eine Familie, die diesen Nachmittag durchstehen musste.
Tymur Tkatschenko, Leiter der Kyjiwer Stadtmilitärverwaltung, teilte mit, Drohnentrümmer hätten einen 25-stöckigen Wohnturm getroffen und eine Wohnung im 16. Stock beschädigt. Zugleich brach in einem dreistöckigen Lagergebäude mit rund 900 Quadratmetern Fläche ein Feuer aus, das auf ein Nachbargebäude übergriff, bevor die Feuerwehr es unter Kontrolle brachte. Das Beseitigen der Trümmer und das Absichern des Gebiets dauerte deutlich länger als das eigentliche Löschen. Volunteers Support Ukraine hat, Angriff für Angriff auf Kyjiw, gesehen, wie zermürbend diese Aufräumphase ist, wenn die Kameras längst weitergezogen sind und Bewohner ohne Dach oder ohne Geräte zurückbleiben, um die Trümmer selbst zu beseitigen.

Die Zahl der Verletzten wurde im Laufe des Tages mehrfach aktualisiert: Zunächst war von sechs Verletzten die Rede, Bürgermeister Klitschko korrigierte die Zahl später auf acht, und der ukrainische Katastrophenschutz bestätigte schließlich zwei Tote allein im Bezirk Desnjanskyj, womit die Gesamtzahl der Todesopfer dieses Angriffs auf die Stadt auf drei stieg. Unter den zehn Verletzten waren zwei Rettungssanitäter, die bei der Evakuierung von Bewohnern verletzt wurden. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass es stets Sanitäter und Rettungskräfte sind, die bei solchen Angriffen als Erste das Risiko tragen, und dass ihre Ausstattung mit auch nur grundlegendem Material einer der Bereiche ist, in denen ehrenamtliche Unterstützung wirklich zählt.

Dies war bei Weitem nicht der erste Angriff auf Kyjiw in dieser Woche — die Hauptstadt hatte bereits nächtliche Raketen- und Drohnenangriffe am Vorabend des NATO-Gipfels in Ankara überstanden, nun kam ein Drohnenangriff bei Tageslicht auf zivile Infrastruktur hinzu. Bewohner des Bezirks Desnjanskyj sind erneut ohne einen Teil ihrer gewohnten Versorgung, während die Reparaturarbeiten andauern. Volunteers Support Ukraine sieht in dieser Wiederholung die eigentliche Herausforderung: Jeder neue Angriff trifft auf noch nicht behobene Schäden des vorherigen und zehrt so sowohl lokale Dienste als auch die Bewohner aus.

Volunteers Support Ukraine behauptet nicht, den von diesem konkreten Angriff Betroffenen direkt zu helfen — das wäre voreilig und den betroffenen Familien gegenüber unfair. Aber ganz allgemein unterstützt die Organisation, im Rahmen ihrer vorhandenen Mittel, Menschen, die vom Krieg betroffen sind — von der Hilfe für vertriebene und verletzte Familien bis zur Ausstattung von Rettungskräften mit Material, wo immer das möglich ist. Wer beitragen möchte, kann dies über die Kanäle von Volunteers Support Ukraine tun, denn erst dauerhafte, kontinuierliche Unterstützung — keine einmaligen Gesten — versetzt die Organisation in die Lage, auf neue Bedarfe zu reagieren, die leider immer wieder entstehen.
