Nach einem Drohnenangriff im Gebiet Wladimir fielen Yandex-Dienste in russland und Nachbarländern aus.
In der Nacht zum Sonntag, dem 11. Oktober, haben Drohnen ein Rechenzentrum von Yandex in der russischen Stadt Wladimir angegriffen. Medienberichten zufolge brach im Stadtteil Energetik ein Großbrand aus. Es ist der dritte Angriff auf Rechenzentren des Unternehmens innerhalb einer Woche: Am 8. Oktober traf es Sassowo im Gebiet Rjasan, am Tag darauf das Gebiet Kaluga.

Nach Angaben russischer Medien unter Berufung auf das Unternehmen stellte das Rechenzentrum im Gebiet Wladimir nach dem Angriff den Betrieb vollständig ein; das Ausmaß der Schäden lässt sich jedoch noch nicht unabhängig überprüfen. Yandex Cloud hatte schon am Morgen Stromunterbrechungen in einer Verfügbarkeitszone gemeldet. Betroffen war auch Yandex Go: Taxibestellungen waren in ganz russland sowie in Serbien, Kasachstan, Belarus und Armenien gestört, Yandex Pro war nicht erreichbar. Nutzer berichteten außerdem von Problemen mit den Apps von Fix Price und Magnit sowie mit Yandex Pay.
Das Unternehmen räumte ein, seine Infrastruktur noch zu bewerten, und sagte, es sei „sehr schwer, einen Zeitplan zu nennen“, bis die Technik wiederhergestellt ist.
Am 10. Oktober nahm Yandex Drohnen- und Raketenangriffe in die Höhere-Gewalt-Klausel seiner Nutzungsvereinbarung auf. Wolodymyr Selenskyj sagte am 8. Oktober, die Ukraine antworte auf russische Angriffe auf ukrainische Rechenzentren „immer mit gleicher Münze“.
Für Menschen, die täglich Beschuss erleben, ist solche Nachricht nur ein Teil des größeren Kriegsbildes. Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin allen, die davon betroffen sind – so, wie es die vorhandenen Mittel erlauben.