Am ukrainischen Unabhängigkeitstag fand in Kyjiw der sechste Gipfel der First Ladies und Gentlemen statt — Olena Selenska brachte Amtskolleginnen und -kollegen aus Litauen, Estland, Finnland, Serbien, Rumänien und Slowenien rund um das Thema Resilienz zusammen.
Am ukrainischen Unabhängigkeitstag, der im ganzen Land erneut von Raketen- und Drohnenangriffen überschattet wurde, fand in Kyjiw zugleich etwas ganz anderes statt — der sechste Gipfel der First Ladies und Gentlemen unter dem Motto "Welt 2026: Halt finden in Zeiten der Unsicherheit". Initiatorin der Veranstaltung ist die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, die dieses Format nun bereits zum sechsten Mal trotz des Krieges in Kyjiw ausrichtet.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer — First Ladies und Gentlemen aus mehr als einem Dutzend Ländern — teilten ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit Krisen, nicht nur kriegsbedingten: Es ging darum, wie Gesellschaften Pandemien, wirtschaftliche Erschütterungen und Naturkatastrophen überstehen. Die Veranstaltung fand in der Sophienkathedrale statt und brachte Regierungsvertreter, Diplomaten sowie ukrainische und internationale Intellektuelle und Künstler zusammen.

Zu den Teilnehmenden zählten die First Lady Litauens, Diana Nausėdienė, die First Lady Estlands, Sirje Karis, die First Lady Finnlands, Suzanne Innes-Stubb, die First Lady Serbiens, Tamara Vučić, die First Lady Rumäniens, Mirabela Grădinaru, sowie der First Gentleman Sloweniens, Aleš Musar. Jede und jeder von ihnen brachte die Erfahrung des eigenen Landes ein — davon, wie ihre Länder frühere Krisen bewältigt haben, bis hin zu konkreten Programmen zur psychischen Gesundheit.

Die zentrale Ankündigung des Gipfels war die Vorstellung eines Globalen Vokabulars der Resilienz durch Olena Selenska — eine Initiative, die die Begriffe und Herangehensweisen, mit denen unterschiedliche Gesellschaften Krisen überstehen, in einem gemeinsamen, zugänglichen Vokabular bündeln soll. Mitveranstalter waren das ukrainische Außenministerium, das Kulturministerium, das Koordinationszentrum für psychische Gesundheit beim Ministerkabinett, das von Selenska gegründete landesweite Programm für psychische Gesundheit "How Are U?" sowie die Weltgesundheitsorganisation.

Der Gipfel fiel auf denselben Tag wie eine erneute Welle massiver Angriffe auf die Ukraine — ein Kontrast, den die anwesenden Politikerinnen und Politiker zu einer eigenen Botschaft machen wollten: Trotz des Krieges veranstaltet das Land weiterhin internationale Treffen und spricht zur Welt nicht nur in der Sprache des Verlusts, sondern auch in der Sprache der Resilienz. Volunteers Support Ukraine sieht dieselben zwei Seiten in der eigenen täglichen Arbeit: große Diplomatie und die tägliche freiwillige Unterstützung konkreter Menschen sind zwei Teile derselben Aufgabe, und die Organisation hilft weiterhin vom Krieg betroffenen Menschen im Rahmen der verfügbaren Ressourcen.