Bei seinem zehnten Besuch in Kyjiw gab Senator Lindsey Graham bekannt, dass das Weiße Haus eine Version eines Russland-Sanktionsgesetzes unterstützt, das damit reale Chancen hat, Gesetz zu werden.
Am 10. Juli traf der US-Senator Lindsey Graham von den Republikanern bei seinem inzwischen zehnten Besuch in Kyjiw den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, und rund eine halbe Stunde bevor er vor Journalisten sprach, verkündete er eine Nachricht, an der fast zwei Jahre gearbeitet worden war: Das Weiße Haus habe einer Version des Russland-Sanktionsgesetzes zugestimmt, die die Regierung nun zu unterstützen bereit sei. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche diplomatischen Entwicklungen aufmerksam, denn wirtschaftlicher Druck auf den Aggressor ist einer der Hebel, die den Tag näher bringen können, an dem Menschen nicht mehr vor Beschuss fliehen müssen.

Der Gesetzentwurf wurde von Graham gemeinsam mit dem demokratischen Senator Richard Blumenthal ausgearbeitet – die Arbeit daran zog sich über fast zwei Jahre hin; auch Senatorin Jeanne Shaheen half mit, eine für die Trump-Regierung akzeptable Fassung zu erarbeiten. Der Entwurf hat inzwischen 85 Mitunterzeichner und würde dem US-Präsidenten die Befugnis geben, Sanktionen und Zölle gegen Länder und Unternehmen zu verhängen, die weiterhin russisches Öl und Gas kaufen oder dem Kreml helfen, bestehende Beschränkungen zu umgehen. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass gerade solche Instrumente Russlands Fähigkeit, den Krieg weiter zu finanzieren, spürbar treffen können.
Graham sagte gegenüber Journalisten, er sei "noch nie so optimistisch" gewesen, dass es nun eine Formel gebe, um den Krieg zu beenden, und bezeichnete den Gesetzentwurf als Werkzeug, das Präsident Trump dabei helfen könne, dieses Ziel zu erreichen. Beim Treffen mit Selenskyj besprachen beide zudem den dringenden Bedarf der Ukraine an Luftverteidigung. Selenskyj betonte seinerseits, dass Stärke auf dem Schlachtfeld und wirtschaftlicher Druck zusammenwirken müssten: Je stärker die Ukraine an der Front sei, desto größer seien die Chancen, dass die Diplomatie am Ende Erfolg habe. Volunteers Support Ukraine sieht in dieser Kombination aus militärischer Widerstandsfähigkeit und internationalem Druck einen zentralen Faktor auf dem Weg zum Frieden.

Graham hielt seine Pressekonferenz auf dem Michaelsplatz in Kyjiw ab, direkt vor der dort öffentlich ausgestellten zerstörten russischen Militärtechnik – ein Anblick, der Einwohnern und Besuchern der Hauptstadt seit langem den Preis dieses Krieges vor Augen führt. Volunteers Support Ukraine sieht in dieser Kulisse eine Erinnerung daran, dass jeder diplomatische Durchbruch erst nach enormen Verlusten und Leid kommt, das die ukrainische Gesellschaft weiterhin erträgt.

Volunteers Support Ukraine spielt keine Rolle in Gesetzgebungs- oder diplomatischen Prozessen, begrüßt aber jeden Schritt, der das Kriegsende näher bringt. NGO Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die von den Kämpfen betroffen sind, auf jede Weise, die ihr möglich ist, mit den verfügbaren Mitteln, und wird dies fortsetzen, solange der Bedarf besteht.