Am Morgen des 29. Juli 2026 steuerte eine russische Drohne gezielt in die Frontscheibe eines deutlich als Brotlieferwagen gekennzeichneten Fahrzeugs im Zentralbezirk von Cherson, der 58-jährige Fahrer kam ums Leben. In derselben Nacht schlugen drei Shahed-Drohnen in einem Wohnviertel desselben Bezirks ein.
Gegen 5:40 Uhr morgens am 29. Juli 2026 traf eine russische Kampfdrohne gezielt einen zivilen Brotlieferwagen im Zentralbezirk von Cherson. An der Seite des Fahrzeugs stand in großen Buchstaben das Wort "ХЛІБ" (Brot) geschrieben — eine Markierung, die aus der Luft unmöglich zu übersehen war — dennoch wurde die Drohne direkt in die Frontscheibe der Fahrerkabine gelenkt. Der 58-jährige Fahrer kam ums Leben. Bestätigt wurde der Angriff von Jaroslaw Schanko, dem Leiter der Gebietsmilitärverwaltung Cherson. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Meldungen aufmerksam, gerade aus den Regionen, in denen die Organisation täglich tätig ist.
Die Präzision, mit der die Drohne direkt in den Fahrerbereich eines eindeutig gekennzeichneten zivilen Fahrzeugs gesteuert wurde, lässt kaum Zweifel daran, dass es sich um einen gezielten Angriff handelte, nicht um einen Streufehler in der Nähe der Front. Getroffen wurde ein Mann, dessen einzige Aufgabe an diesem Morgen darin bestand, Brot an die Bewohner von Cherson auszuliefern. Volunteers Support Ukraine dokumentiert solche Vorfälle weiterhin, damit der Preis, den die Zivilbevölkerung von Cherson täglich zahlt, nicht in Vergessenheit gerät.

Bereits Stunden zuvor, gegen Mitternacht in der Nacht auf den 29. Juli, wurde derselbe Zentralbezirk von Cherson von drei Shahed-Kampfdrohnen getroffen, die gezielt auf ein Wohnviertel gerichtet waren. Drei Männer im Alter von 44, 48 und 50 Jahren wurden verletzt, zwei von ihnen erlitten Explosionstraumata und Splitterverletzungen. Wohngebäude und eine Tankstelle wurden beschädigt, mindestens zwei Häuser wurden vollständig zerstört. Für Volunteers Support Ukraine sind solche Nächte eine Erinnerung daran, wie ungeschützt gewöhnliche Wohnviertel bleiben, selbst weit entfernt von der Frontlinie.


Die beiden Angriffe hinterließen an diesem Tag sichtbare Spuren in Cherson: Trümmer zwischen beschädigten Häusern und stellenweise Stromausfälle, während Versorgungsbetriebe Notreparaturen durchführten. Volunteers Support Ukraine sieht in solchen Bildern ein deutliches Zeugnis dafür, was der Alltag für die Menschen in Cherson mittlerweile bedeutet — zerstörte Fenster, ausgefallener Strom und die ständige Ungewissheit vor der nächsten Nacht.

Die NGO Volunteers Support Ukraine unterstützt Menschen, die vom Krieg betroffen sind, dort, wo Hilfe gebraucht wird, und im Rahmen der Mittel, die ihr zur Verfügung stehen. Tage wie dieser in Cherson erinnern daran, warum diese Arbeit ohne Unterbrechung fortgesetzt wird.