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Trotz Krieg: Die Ukraine eröffnet 25.000 Schulen zum neuen Schuljahr

Trotz Krieg: Die Ukraine eröffnet 25.000 Schulen zum neuen Schuljahr

01.09.2026
· 3 Min. Lesezeit

Am 1. September eröffnete die Ukraine über 25.000 Bildungseinrichtungen für das neue Schuljahr: Schutzräume erreichen nun 83% der Schüler, und die Lehrergehälter steigen um weitere 20%.

Am 1. September läutete in mehr als 25.000 ukrainischen Schulen, Kindergärten und Colleges die Schulglocke: Das Schuljahr 2026/2027 begann trotz eines groß angelegten Krieges, der inzwischen ins fünfte Jahr geht. Rund 240.000 ukrainische Kinder saßen in diesem Jahr zum allerersten Mal an einem Schulpult. Volunteers Support Ukraine gratuliert allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern zum Start des neuen Schuljahres.

Ein zum 1. September geschmücktes Klassenzimmer mit kleinen ukrainischen Flaggen auf jedem Pult

Sicherheit zuerst: Schutzräume für 83 Prozent der Schüler

Das ukrainische Bildungsministerium teilt mit, dass zum 1. September mehr als 11.300 Schulen über Schutzräume verfügen — das deckt rund 80 Prozent aller Schülerinnen und Schüler ab. Zusammen mit über 9.000 Kindergärten erreicht die landesweite Abdeckung 82 bis 83 Prozent der Kinder. Weitere 113 Schutzräume und 18 unterirdische Kindergärten befinden sich im Bau. Auch das Netz unterirdischer Schulen wächst stetig: 15 wurden 2024 eröffnet, 96 im Jahr 2025, und bis Ende 2026 sollen es landesweit fast 200 sein. Volunteers Support Ukraine verfolgt aufmerksam, wie der Staat und internationale Partner weiterhin in die physische Sicherheit lernender Kinder investieren.

Eine der unterirdischen Schulen der Ukraine, eröffnet mit Unterstützung des UNHCR

Präsenzunterricht, Mischform oder Fernunterricht — je nach Sicherheitslage

Von 11.941 allgemeinbildenden Schulen unterrichten laut Ministerium 8.424 vollständig in Präsenz, 2.211 in einem Mischformat, und 1.306 stellen auf Fernunterricht um — abhängig von der Sicherheitslage vor Ort. Bereits 7.522 Schulbusse sind im Einsatz, weitere 610 werden beschafft. Der diesjährige Tag des Wissens dreht sich, so Lehrkräfte, vor allem um die Fähigkeit, zusammenzuhalten: Kinder, die gelernt haben, in Schutzräumen zu lernen und zwischen verschiedenen Unterrichtsformen zu wechseln, beweisen, dass echter Wissensdurst stärker ist als jedes Hindernis, das die russische Invasion in den Weg stellt. Starre, feierliche Zeremonien weichen zunehmend Schulpicknicks, interaktiven Rätseltouren und Spendenmärkten zugunsten der ukrainischen Streitkräfte. Volunteers Support Ukraine sieht darin ein lebendiges Beispiel für die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Gesellschaft.

Ukrainische Schulkinder in traditionellen bestickten Wyschywanka-Hemden bei einer Feier zum Tag des Wissens

Lehrkräfte erhalten weitere 20 Prozent mehr Gehalt

Ab dem 1. September steigen die Gehälter der Lehrkräfte um weitere 20 Prozent, zusätzlich zu einer Erhöhung um 30 Prozent Anfang des Jahres — zusammen ein Plus von rund 50 Prozent gegenüber 2025. Junge Lehrkräfte können nun mit etwa 12.800 bis 17.700 Hrywnja im Monat rechnen, erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen mit 16.900 bis 28.500 Hrywnja. Die Erhöhung soll Schulen in den am stärksten betroffenen Regionen helfen, Personal zu halten, das trotz fast täglicher Luftalarme unterrichtet. Volunteers Support Ukraine ist überzeugt, dass die Unterstützung von Lehrkräften genauso wichtig ist wie der Wiederaufbau beschädigter Schulgebäude.

Trotz Raketen- und Drohnenangriffen, die in der vergangenen Nacht erneut Kyjiw und andere Regionen trafen, bewegt sich das ukrainische Bildungssystem beharrlich weiter vorwärts. Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben, und ist überzeugt: Jedes Kind, das heute eine Schultür durchschritten hat, ist ein kleiner Sieg über die Versuche, die Zukunft des Landes zu zerstören.

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