Russland führte in der Nacht zum 1. August einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf Kyjiw durch: 9 Tote, Dutzende Verletzte, darunter vier Kinder, in fünf Stadtbezirken der Hauptstadt.
In der Nacht zum 1. August führte Russland einen der schwersten Angriffe auf Kyjiw der letzten Zeit durch: Laut ukrainischer Luftwaffe wurden 35 Raketen — davon 27 ballistische — sowie 185 Angriffsdrohnen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert. Die Hauptstadt traf es am härtesten, auch die Gebiete Dnipropetrowsk, Sumy, Charkiw und Poltawa wurden getroffen. In Kyjiw wurden mindestens neun Menschen getötet und 27 bis 30 weitere verletzt, darunter vier Kinder.

Gleichzeitig wurden in fünf Bezirken Kyjiws Brände und Zerstörungen registriert. Am schwersten traf es den Bezirk Darnyzja: Dort starben sieben Menschen, weitere 14 wurden verletzt, darunter zwei Kinder. Im Bezirk Schewtschenkiwskyj wurde ein Wohnhaus teilweise zerstört — die erste und zweite Etage stürzten ein, Menschen wurden unter den Trümmern eingeschlossen. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass 17 Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Auch das Gebäude der litauischen Botschaft in Kyjiw wurde beschädigt, fünf Krankenwagen brannten vollständig aus, rund zwanzig weitere wurden beschädigt.

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Luftverteidigung habe in jener Nacht nur eine der abgefeuerten ballistischen Raketen abfangen können — wegen eines Mangels an Abfangraketen für Patriot-Systeme. Es war der zweite schwere Angriff auf die Ukraine innerhalb von weniger als 48 Stunden und verdeutlicht drastisch, wie kritisch der Mangel an Luftabwehrmitteln für den Schutz der Zivilbevölkerung geworden ist.

Hinter jeder Zahl in diesen Berichten stehen Familien, die ihr Zuhause verloren haben, und Menschen, die ihr Leben nun zwischen den Trümmern wiederaufbauen müssen. NGO Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die vorhandenen Mittel erlauben, und ist überzeugt, dass jede solche Geschichte Aufmerksamkeit und Unterstützung verdient.
