In der Nacht auf den 5. August traf Russland Kyjiw und die Region mit 24 Iskander-Raketen, 4 Tsirkon/Onyx-Raketen und 115 Drohnen. Mindestens 16 bis 17 Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt, Logistikeinrichtungen von Nova Poshta, Novus, Epicentr, Rozetka und Silpo wurden zerstört oder beschädigt.
In der Nacht auf Mittwoch, den 5. August 2026, führte Russland einen der schwersten ballistischen Raketenangriffe des gesamten Krieges auf Kyjiw und die umliegende Region Kyjiw durch. Nach Angaben ukrainischer Behörden kombinierte der Angriff 24 ballistische Iskander-Raketen, 4 Tsirkon/Onyx-Anti-Schiffs-Raketen und 115 Angriffsdrohnen — und keine einzige ballistische Rakete wurde abgefangen. Volunteers Support Ukraine verfolgt die Folgen dieser Nacht aufmerksam, denn ein Bombardement dieses Ausmaßes lässt die Zahl der Menschen, die dringend Hilfe brauchen — von medizinischer Versorgung bis zu den grundlegendsten Dingen des täglichen Lebens — sofort sprunghaft ansteigen.

Am Morgen meldete Präsident Wolodymyr Selenskyj infolge des nächtlichen Angriffs mindestens 16 bis 17 Tote und 44 Verletzte in Kyjiw und der Region Kyjiw. Ukrainische Behörden korrigierten diese Zahlen im Laufe des Tages fortlaufend, weshalb die Bilanz eher als "mindestens" denn als endgültig zu verstehen ist. Allein das Ausmaß der eingesetzten Waffen — deutlich mehr als 140 Raketen und Drohnen in einer einzigen Nacht — macht diesen Angriff zu einem der intensivsten Bombardements der gesamten Invasion. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass jeder Angriff dieser Größenordnung eine neue Welle von Menschen trifft, die in einer einzigen Nacht ihr Zuhause, ihre Arbeit oder nahestehende Menschen verlieren.

Die Angriffe trafen vor allem gewöhnliche zivile Logistik- und Einzelhandelsinfrastruktur. In Kyjiw wurde ein Sortierzentrum von Nova Poshta zerstört, wobei drei Menschen ums Leben kamen — zwei Fahrer eines Partnerspediteurs und ein Mitarbeiter einer beauftragten Firma — und acht weitere verletzt wurden. Im Stadtteil Borschtschahiwka wurden Lagerhäuser der Handelskette Novus beschädigt. Auch Anlagen der Ketten Epicentr und Rozetka wurden zerstört oder beschädigt. Mindestens sechs Mitarbeiter von Silpo-Verteilzentren kamen an ihrem Arbeitsplatz ums Leben. Russland behauptet, diese Standorte seien für Lagerung und Auslieferung militärischer Fracht genutzt worden, doch ukrainische Behörden und die betroffenen Unternehmen selbst bestehen darauf, dass es sich um gewöhnliche zivile Einzelhandels- und Logistikeinrichtungen handelt, auf die sich Millionen Menschen täglich verlassen. Volunteers Support Ukraine sieht darin ein weiteres Beispiel dafür, wie verwundbar die alltägliche Infrastruktur des zivilen Lebens — ein Lager, ein Zustelldienst, ein Lebensmittel-Verteilzentrum — in diesem Krieg bleibt.

Eine gesonderte, detailliertere Meldung speziell zur Region Kyjiw berichtete, dass allein im Bezirk Brovary 16 Menschen getötet und 28 verletzt wurden — die höchste Opferzahl aller vom Angriff betroffenen Bezirke. In vier Stadtbezirken Kyjiws brachen Brände aus; Rettungskräfte waren den ganzen Tag damit beschäftigt, jeden Brandherd einzudämmen und vollständig zu löschen. Das Ausmaß der Zerstörung — von eingestürzten Lagerdächern bis zu Regalkonstruktionen, die bis auf das blanke Metall niedergebrannt sind — zeigt, wie schwer diese Nacht für die Einsatzkräfte und für gewöhnliche Arbeiter war, die schlicht zu ihrer Nachtschicht erschienen waren. Volunteers Support Ukraine spricht den Familien der Getöteten und allen, die sich derzeit in Krankenhäusern in Kyjiw und der Region befinden, sein Beileid aus.

Angriffe auf Logistikzentren, Lagerhäuser und Verteilstellen richten weit mehr Schaden an als nur an Unternehmensbilanzen — sie unterbrechen die Lieferketten, auf die gewöhnliche Familien für Medikamente, Lebensmittel und den täglichen Bedarf angewiesen sind. Wenn das Sortierzentrum eines Zustelldienstes oder das Verteillager einer Supermarktkette brennt, bedeutet das Verzögerungen und Engpässe für Tausende Menschen weit über Kyjiw hinaus. Volunteers Support Ukraine arbeitet jeden Tag genau dort, wo diese Ketten reißen, und liefert humanitäre Hilfe, medizinisches Material und lebensnotwendige Güter an Zivilisten und Verteidiger in Gemeinden, die von Beschuss betroffen sind. Unterstützung für die Organisation hilft, diese Lücken schneller zu schließen und Menschen zu erreichen, deren Leben in dieser Nacht erneut auf den Kopf gestellt wurde.
