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Lyzeum in Lukaschi (Oblast Kyjiw) nach EIB-gestütztem Wiederaufbau wiedereröffnet

Lyzeum in Lukaschi (Oblast Kyjiw) nach EIB-gestütztem Wiederaufbau wiedereröffnet

03.09.2026
· 3 Min. Lesezeit

Eine 2022 zerstörte Schule in Lukaschi, Oblast Kyjiw, wurde mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank vollständig wiederaufgebaut. 119 Schülerinnen und Schüler sind zurück im sanierten Gebäude.

Mehr als drei Jahre lang hatten Kinder im Dorf Lukaschi in der Oblast Kyjiw keine eigene Schule mehr. Das einzige Bildungsgebäude des Dorfes wurde im März 2022, in den ersten Wochen der groß angelegten Invasion, durch russischen Beschuss schwer beschädigt. In diesem Schuljahr betraten 119 Schülerinnen und Schüler endlich wieder ein vollständig wiederaufgebautes Gebäude: Eine umfassende Sanierung wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB) abgeschlossen. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Wiederaufbaugeschichten aufmerksam, denn sie zeigen, dass Gemeinden das normale Leben weiter wiederherstellen, auch während der Krieg andauert.

Wiederaufgebautes Lyzeum in Lukaschi, Oblast Kyjiw

Was die Sanierung umfasste

Das Projekt beinhaltete ein komplettes Maßnahmenpaket: ein neues Dach, gedämmte Fassaden, energieeffiziente Fenster und Türen sowie erneuerte Heizungs-, Lüftungs-, Wasser- und Abwassersysteme, dazu ein modernisiertes Strom- und Beleuchtungsnetz. Zusätzlich wurde ein Schutzraum eingerichtet, und das Gebäude wurde vollständig barrierefrei gestaltet, mit Rampen und angepassten Sanitäranlagen. Für Lehrkräfte und Personal entstanden 25 neue Arbeitsplätze.

Die Gesamtkosten des Wiederaufbaus beliefen sich auf 1,07 Millionen Euro. Die Europäische Investitionsbank steuerte 690.000 Euro bei, die verbleibenden 385.000 Euro kamen aus lokalen und regionalen Haushaltsmitteln. Die Arbeiten begannen 2024 und liefen bis zum Ende des Sommers 2026.

Renovierter Lernraum im Lyzeum

Teil eines größeren Wiederaufbauprogramms in der Oblast Kyjiw

Das Lyzeum von Lukaschi ist eines von 72 sozialen Infrastrukturobjekten in der Oblast Kyjiw, die mit Unterstützung der EIB im Rahmen des 340 Millionen Euro schweren Ukraine Recovery Programme wiederhergestellt werden. Bis August 2026 hatte die Bank landesweit bereits 740 Millionen Euro in Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser investiert, die durch den Krieg beschädigt oder zerstört wurden. Volunteers Support Ukraine berichtet regelmäßig über solche Projekte, da der Wiederaufbau der Bildungsinfrastruktur unmittelbar beeinflusst, wie schnell Gemeinden zu einem normalen Leben zurückfinden.

Unter den Schülerinnen und Schülern, die in das renovierte Lyzeum zurückkehren, sind auch Kinder aus intern vertriebenen Familien sowie Schüler mit besonderem Förderbedarf, für die das Gebäude nun vollständig angepasst ist.

EIB- und Kommunalvertreter bei der Wiedereröffnung des Lyzeums

Eine Investition in die Zukunft der Gemeinde

Vertreter des zuständigen Ministeriums betonten, dass die Wiederherstellung von Bildungseinrichtungen eine Investition in die Zukunft des Landes sei, die Gemeinden ihre Widerstandsfähigkeit zurückgebe. Die Schulleitung wies darauf hin, dass die Rückkehr in das eigene Gebäude für Kinder, die den Beschuss und Jahre des Unterrichts in Behelfsräumen erlebt haben, kurz vor dem neuen Schuljahr sowohl symbolische als auch praktische Bedeutung habe.

Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben — durch verifizierte Berichterstattung und die Unterstützung von Initiativen, die Ukrainerinnen und Ukrainern ihr gewohntes Leben zurückgeben. Die Geschichte von Lukaschi zeigt, dass der Wiederaufbau parallel zu den Kämpfen an der Front weitergeht und jede wiederhergestellte Schule dem Tag näherbringt, an dem der Krieg endlich der Vergangenheit angehört.

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