Russische Drohnen trafen das Einkaufszentrum Epicenter in Mykolajiw am 4./5. September wiederholt; zwei Verletzte, während Retter unter der Drohung neuer Angriffe löschten.
Russische Streitkräfte haben das Einkaufszentrum "Epicenter" in Mykolajiw am 4. September und in der Nacht zum 5. September mehrfach mit Kampfdrohnen angegriffen. Laut dem ukrainischen Staatlichen Katastrophenschutzdienst wurden bei den wiederholten Angriffen zwei Menschen verletzt – ein 17-jähriges Mädchen und ein 72-jähriger Mann –, und die Verkaufsflächen fingen Feuer. Volunteers Support Ukraine verfolgt die Folgen dieses Angriffs, denn solche Attacken auf zivile Infrastruktur schaffen fast täglich neue, unmittelbare Nöte für die Menschen vor Ort.
Russland traf dasselbe Einkaufszentrum in zwei getrennten Wellen: Der erste Treffer erfolgte tagsüber am 4. September, in der Nacht zum 5. September kehrten die Drohnen zurück und trafen das Gebäude erneut. Militärbeobachter nennen diese Taktik "Doppelschlag" – sie zielt gezielt darauf ab, die Rettungskräfte und Sanitäter zu gefährden, die zum Ort des ersten Einschlags eilen.

Wegen der ständigen Gefahr eines weiteren Angriffs mussten die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes in der Region Mykolajiw sich mehrfach auf sicheren Abstand zurückziehen, bevor sie zur Brandbekämpfung zurückkehren konnten. Dennoch gelang es ihnen, die Flammen in den eingestürzten Strukturen unter Kontrolle zu bringen, während sie sich mit Atemschutzgeräten von Hand durch Schutt und Rauch arbeiteten.

Dichter Rauch im Gebäude erschwerte die Orientierung selbst mit starken Lampen, sodass sich die Teams durch einen Teil des Geländes nur nach Gehör und Tastsinn vorarbeiten konnten.

Um Brandherde zu erreichen, die wegen Einsturzgefahr für Menschen zu gefährlich waren, setzten die Rettungskräfte in Mykolajiw einen ferngesteuerten Löschroboter ein, der Wasser direkt in die heißesten Stellen im Gebäudeinneren pumpte, während die Mannschaft in sicherem Abstand blieb.

Das eigene "Epicenter"-Schild des Einkaufszentrums neben einer Feuerwehrleiter an der beschädigten Fassade zeigt das Ausmaß der Zerstörung, nachdem der Großbrand endlich unter Kontrolle gebracht war.

Angriffe auf gewöhnliche Geschäfte und Einkaufszentren sind für die Region Mykolajiw kein Einzelfall, und Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben – auch jenen, die täglich ihre eigene Sicherheit riskieren, um andere zu retten.