Ein russischer Angriff auf ein Munitionslager der Verteidigungskräfte im Dorf Myla, Gebiet Kyjiw, löste eine Detonation von Granaten, Minen und Drohnen aus. Mindestens 37 Tote, ein Fahrlässigkeitsverfahren wurde eingeleitet.
Am Abend des 28. August erschütterte eine Serie schwerer Explosionen den Rajon Butscha im Gebiet Kyjiw: Eine russische Drohne traf ein Munitionslager der Verteidigungskräfte im Dorf Myla und löste damit die Detonation von Granaten, Minen, weiterer Munition und Drohnen aus. Es ist einer der größten und tödlichsten Angriffe auf die Ukraine im gesamten Jahr 2026.
Nach aktuellem Stand wurden mindestens 37 Menschen offiziell für tot erklärt, 42 weitere wurden verletzt, vier gelten noch als vermisst. Mehr als 380 Anwohner wurden aus der Gefahrenzone rund um den Ort evakuiert. Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte, die Opferzahl könne noch steigen, da die Aufräumarbeiten am Unglücksort andauern.

Der Präsident nannte die Lage „schrecklich" und sprach von „schrecklicher Fahrlässigkeit derer, die Sprengstoff direkt neben Menschen gelagert haben". Es gebe klare Vorschriften, die die Lagerung von Munition in der Nähe von Wohngebäuden verbieten, so Selenskyj, und diejenigen, die eine solche Platzierung des Lagers zugelassen hätten, müssten für ihre Entscheidung zur Verantwortung gezogen werden. Ermittler der Nationalpolizei und des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU haben bereits ein Strafverfahren wegen dienstlicher Fahrlässigkeit mit Todesfolge eingeleitet.

Die Druckwelle und Splitter der detonierenden Munition beschädigten Lagerhallen und Wohnhäuser im Dorf und in umliegenden Ortschaften — Dutzende Privathäuser, Nebengebäude und Autos von Anwohnern wurden in Mitleidenschaft gezogen. Rettungskräfte, Polizei und Kampfmittelräumer arbeiten weiterhin vor Ort, räumen Trümmer und durchsuchen das Gebiet nach nicht explodierter Munition.

Diese Tragödie ist ein weiteres Beispiel dafür, wie verwundbar ukrainische Zivilgemeinden bleiben — selbst weit entfernt von der Frontlinie. Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, deren Häuser und Eigentum durch den Krieg beschädigt wurden, so gut es die vorhandenen Mittel zulassen — mit humanitärer Hilfe und Unterstützung vor Ort.