Russische Drohnen griffen den Grenzübergang Orlivka zu Rumänien in der Nacht auf den 6. September erneut an — der zweite Angriff binnen einer Woche auf diese wichtige Getreide-Exportroute über die Donau.
Der Grenzübergang Orlivka an der ukrainisch-rumänischen Grenze wurde in der Nacht auf den 6. September von russischen Shahed-Angriffsdrohnen getroffen — der zweite Angriff auf den Übergang innerhalb von weniger als einer Woche. Der Übergang stellte den Betrieb vorübergehend ein, diesmal blieb es jedoch ohne Verletzte. Volunteers Support Ukraine verfolgt weiterhin diese Angriffe auf Grenz- und Hafeninfrastruktur, die die ukrainische Wirtschaft während des Krieges am Laufen hält.
Nach Angaben des ukrainischen Grenzschutzes löste der Angriff Brände auf dem Gelände des Grenzübergangs aus, die von Rettungskräften rasch unter Kontrolle gebracht wurden. Die Abfertigung von Personen und Fahrzeugen wurde vorübergehend gestoppt, doch bereits am Morgen des 6. September nahm der Übergang den Betrieb wieder auf. Grenzschutzsprecher Andrij Demtschenko merkte an, dass die Wiederherstellung nach diesem Angriff deutlich schneller verlief als nach dem vorherigen.

Die Fährverbindung Orlivka–Isaccea verbindet das Gebiet Odessa über die Donau mit Rumänien und hat sich seit Russlands Rückzug aus dem Schwarzmeer-Getreideabkommen 2023 zu einer der wichtigsten Getreide-Exportrouten der Ukraine entwickelt. Demtschenko sagte, der Feind greife gezielt Grenzinfrastruktur sowohl in Rumänien als auch in Moldau an, um alternative Versorgungswege zu kappen.

Trotz der wiederholten Angriffe nimmt die Hafeninfrastruktur an der Donau — einschließlich des nahegelegenen Hafens von Izmail — weiterhin Fracht auf. Genau diese Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur erlaubt es der Ukraine, ihre Exportströme auch unter anhaltendem Beschuss aufrechtzuerhalten. Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die vorhandenen Mittel erlauben.
