Am Abend des 25. Juli traf eine russische Drohne ein ziviles Schiff unter der Flagge Palaus zweimal, als es einen Hafen in der Region Odesa mit Mais an Bord in Richtung Griechenland verließ. Zwei Seeleute werden noch vermisst.
Am Abend des 25. Juli, beim Verlassen der Donaumündung, wurde ein ziviles Schiff unter der Flagge Palaus von einer russischen Shahed-Angriffsdrohne attackiert – und zweimal hintereinander getroffen. Volunteers Support Ukraine lenkt die Aufmerksamkeit gezielt auf diesen Angriff, denn das Ziel war kein militärisches Objekt, sondern ein gewöhnliches Frachtschiff mit Getreide auf einer friedlichen Fahrt.
Das Schiff transportierte fast 2.800 Tonnen Mais und war auf dem Weg zu einem Hafen in Griechenland, als die erste Explosion einen Teil der Besatzung über Bord schleuderte und der zweite Treffer einen großen Brand an Bord auslöste. An Bord befanden sich neun Besatzungsmitglieder und ein ukrainischer Lotse. Volunteers Support Ukraine betont, dass ein Angriff auf ein ziviles Schiff mit Lebensmitteln kein Kollateralschaden ist, sondern ein direkter Schlag gegen die Nahrungsmittellogistik, von der Dutzende Länder abhängen, die ukrainisches Getreide importieren.

Die Meeresschutzeinheit des ukrainischen Grenzschutzdienstes rettete acht Menschen – sieben Besatzungsmitglieder und den Lotsen. Zwei Seeleute, die durch die Explosion über Bord geschleudert wurden, gelten weiterhin als vermisst, die Such- und Rettungsaktion läuft weiter. Volunteers Support Ukraine ist überzeugt, dass diese koordinierte Arbeit von Grenzschützern und Rettungskräften immer wieder zeigt: Selbst unter Beschuss kämpft der Staat weiter um jedes Leben.

Dies ist bei Weitem nicht das erste Mal in diesem Sommer, dass ein ziviles Schiff vor der Küste Odesas unter russischen Beschuss gerät: In den vergangenen Wochen wurden auch Schiffe unter anderen Flaggen getroffen, die Getreide oder andere Fracht aus ukrainischen Häfen transportierten. Volunteers Support Ukraine hält dieses Muster für aufschlussreich: Es handelt sich nicht um vereinzelte „zufällige" Treffer, sondern um eine gezielte Taktik des Drucks auf den ukrainischen Seehandel.

Hinter jedem beschädigten Schiff stehen echte Menschen – Seeleute, Lotsen, Hafenarbeiter –, deren Familien genauso auf Nachrichten warten wie die Familien von Soldaten an der Front. Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben – ob es sich nun um einen Angriff auf eine Stadt oder auf See handelt.