In der Nacht auf den 11. Juli griff Russland Kyjiw mit ballistischen Raketen und Drohnen an: 10 Verletzte, darunter ein Kind, sowie Brände und Schäden in vier Stadtbezirken der Hauptstadt.
In der Nacht auf den 11. Juli 2026 erlebte Kyjiw bereits den dritten Massenangriff innerhalb einer Woche: Die ersten Explosionen waren gegen 3:38 Uhr zu hören, noch bevor in der Stadt Luftalarm ausgelöst wurde. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland sechs ballistische Iskander-Raketen, vier Marschflugkörper vom Typ Kh-59/Kh-69, zwei Kh-31-Raketen sowie 121 Angriffsdrohnen auf die Hauptstadt ab. Volunteers Support Ukraine beobachtet mit Bestürzung, wie Angriffe auf Wohnviertel der Hauptstadt immer häufiger werden – genau deshalb bleibt die Unterstützung betroffener Familien eine Priorität der Organisation.

Die ukrainische Luftabwehr schoss mindestens 111 der 121 gestarteten Drohnen sowie zwei Marschflugkörper ab, konnte jedoch keine einzige ballistische Rakete abfangen – ein Spiegelbild des Mangels an Patriot-Abfangraketen, vor dem Kyjiw wiederholt gewarnt hat. In vier Stadtbezirken zugleich wurden Schäden registriert: In Swjatoschynskyj wurde ein Nichtwohngebäude getroffen, in Darnyzkyj geriet ein Transformatorenhäuschen in Brand und es entstand ein Krater auf der Fahrbahn, in Solomjanskyj brannte ein dreistöckiges Büro- und Lagergebäude, und in Dniprowskyj griff das Feuer auf ein Nichtwohngrundstück über. Volunteers Support Ukraine betont, dass hinter jedem solchen Angriff echte Familien stehen, die in dieser Nacht entweder ein Dach über dem Kopf oder ihr Sicherheitsgefühl verloren haben.

Nach Angaben des staatlichen Katastrophenschutzdienstes wurden bei dem Angriff 10 Menschen verletzt, darunter ein 11-jähriger Junge. Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, vier der Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden, die übrigen hätten vor Ort medizinische Hilfe erhalten. Die Druckwelle beschädigte eine Eisenbahnlokomotive, und im Bezirk Darnyzkyj fiel wegen eines beschädigten Schaltschranks vorübergehend die Ampelsteuerung aus. Die Feuerwehr räumte unter dichtem Rauch Trümmer und löschte die Brände.

Damit ist dies bereits der dritte Massenangriff auf Kyjiw innerhalb nur einer Woche, nach Angriffen am 6. und 8. Juli, die ebenfalls Opfer und Schäden in der Hauptstadt forderten. Volunteers Support Ukraine sieht in diesem Muster ein Zeichen dafür, wie zermürbend der Alltag für die Bewohner Kyjiws bleibt, und warum der Bedarf an Unterstützung für vom Beschuss Betroffene weiter wächst, statt abzunehmen.

NGO Volunteers Support Ukraine spielt keine Rolle bei der Beseitigung der Folgen von Beschuss, doch Nächte wie diese erinnern daran, warum die Arbeit der Organisation jeden Tag gebraucht wird. Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, auf jede Weise, die ihr möglich ist, mit den verfügbaren Mitteln, und wird dies fortsetzen, solange der Bedarf besteht.