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Tiefe Schläge in Russland: Öllager bei Sotschi und Petrochemiewerk in Sterlitamak in Flammen

Tiefe Schläge in Russland: Öllager bei Sotschi und Petrochemiewerk in Sterlitamak in Flammen

04.09.2026
· 3 Min. Lesezeit

Ukrainische Drohnen erreichten diese Nacht erneut tief russisches Gebiet: Ein Öllager geriet hundert Meter vom Flughafen Sotschi in Brand, während in Sterlitamak, mehr als 1.300 km von der Ukraine entfernt, ein Werk für die russische Rüstungsindustrie brannte.

Ukrainische Langstreckendrohnen erreichten diese Nacht erneut Ziele tief in Russland. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Meldungen täglich, denn genau solche Schläge untergraben nach und nach Russlands Fähigkeit, die eigene Armee zu versorgen. Diesmal wurden in derselben Nacht zwei weit voneinander entfernte Ziele getroffen — die Schwarzmeer-Kurstadt Sotschi und die Industriestadt Sterlitamak in Baschkortostan.

Sotschi: Öllager brennt hundert Meter vom Flughafen entfernt

In der Nacht auf den 4. September brach im Stadtteil Adler von Sotschi ein Feuer im Öllager "Rosneft-Kuban Oil Products" aus — laut lokalen Berichten nur etwa hundert Meter vom internationalen Flughafen Sotschi entfernt. Bürgermeister Andrei Proschunin bestätigte den Brand im Öllager und erklärte, es gebe keine Opfer. Aus offenen Quellen ging zudem hervor, dass in derselben Nacht offenbar auch eine russische Luftverteidigungseinheit nahe Sotschi getroffen wurde. Stundenlang waren in der Stadt Explosionen zu hören, kurz nach Mitternacht wurde wegen der Drohnengefahr Luftalarm ausgelöst.

Folgen des nächtlichen Drohnenangriffs im Stadtteil Adler von Sotschi, 4. September 2026

Sterlitamak: Feuer in einem Werk für Russlands Rüstungsindustrie

Zweites Ziel dieser Nacht war die Industriezone von Sterlitamak in Baschkortostan — mehr als 1.300 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Nach Angaben von Andrii Kowalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat, richtete sich der Angriff gegen eine russische Chemie- und Petrochemieanlage. Das Petrochemiewerk Sterlitamak produziert Synthesekautschuk und Ionol, einen Zusatzstoff für Flugkraftstoff und Schmiermittel für Militärtechnik. Der Regionalchef von Baschkortostan, Radi Chabirow, bestätigte einen Drohnenangriff auf die Industriezone, bei dem auf dem Werksgelände ein Feuer ausbrach. Vorläufigen Angaben zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs fünf Beschäftigte in der Werkshalle; niemand wurde verletzt, das Personal wurde später evakuiert.

Rauch über den Dächern von Sterlitamak nach dem Angriff auf die Industriezone, 4. September 2026

Kein erster Angriff auf dieses Werk

Es ist nicht der erste Angriff auf das Petrochemiewerk Sterlitamak: Ähnliche Angriffe auf dieselbe Industriezone wurden bereits im November 2025, erneut im April und noch einmal Ende August 2026 gemeldet. Das zeigt, wie systematisch ukrainische Kräfte versuchen, dem russischen militärisch-industriellen Komplex trotz der enormen Entfernung zur Front den Zugang zu Treibstoff und Bauteilen zu erschweren.

Das Petrochemiewerk Sterlitamak, ein Archivfoto der Anlage

Angriffe so weit von der Front entfernt sind vor allem Nachrichten über den Krieg, nicht über humanitäre Hilfe. Doch Volunteers Support Ukraine behält auch diese Seite der Geschichte täglich im Blick, denn jede Meldung über schwindende Fähigkeiten des Gegners ist ein weiterer Schritt näher zum Ende des Krieges — nach dem Hilfe für die vom Krieg betroffenen Menschen noch lange gebraucht werden wird.

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