Die ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme trafen zusammen mit Spezialeinheiten die Ölraffinerie Rjasan — eine der vier größten Russlands — sowie ein Öllager im besetzten Luhansk.
In der Nacht zum 5. September trafen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme gemeinsam mit Spezialeinheiten, dem Militärgeheimdienst und weiteren Verbänden die Ölraffinerie Rjasan in Russland — eine der vier größten Anlagen des Landes. Am selben Tag meldeten die ukrainischen Verteidigungskräfte zudem einen Treffer auf ein Öllager im vorübergehend besetzten Gebiet der Oblast Luhansk. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass solche Operationen Russlands Fähigkeit schwächen, den Krieg mit Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu finanzieren.
Die Anlage in Rjasan verarbeitet jährlich rund 13,1 Millionen Tonnen Rohöl — fast 5 % der gesamten russischen Raffineriekapazität. Berichten zufolge lösten die Drohnenangriffe einen Brand auf dem Gelände aus, und der Betreiber bestätigte später, dass einzelne Anlagenteile den Betrieb eingestellt hätten. Den Angriff führte das 14. Regiment für unbemannte Systeme gemeinsam mit Spezialeinheiten und dem Geheimdienst durch.

Am selben Tag trafen die ukrainischen Verteidigungskräfte ein Öllager im vorübergehend besetzten Gebiet der Oblast Luhansk — ein weiteres Glied in der Versorgungskette, die Russlands Kriegsmaschinerie mit Treibstoff versorgt. Solche Angriffe auf die Ölinfrastruktur sind inzwischen ein systematischer Bestandteil der ukrainischen Strategie, die Fähigkeiten des Besatzers zu schwächen.

Ölprodukte sind eine der wichtigsten Deviseneinnahmequellen des Kreml, die den Krieg direkt finanzieren. Ukrainische Langstreckendrohnen haben in den vergangenen Monaten regelmäßig Raffinerien in ganz Russland getroffen — von der Region Krasnodar bis nach Tatarstan — und zwingen die Branche damit, Ressourcen für Reparaturen statt für die Steigerung der Versorgung der Front aufzuwenden.

Volunteers Support Ukraine verfolgt weiterhin den Verlauf des Krieges und hilft Menschen, die davon betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben, in der Überzeugung, dass jeder Schlag gegen die Kriegsmaschinerie des Gegners den Tag näherbringt, an dem Menschen in der Ukraine ohne Angst vor neuen Angriffen leben können.