‹ Alle Artikel
Save Ukraine rettet 34 Kinder und Jugendliche aus besetzten Gebieten und aus Russland selbst

Save Ukraine rettet 34 Kinder und Jugendliche aus besetzten Gebieten und aus Russland selbst

07.08.2026
· 3 Min. Lesezeit

Die Initiative "Bring Kids Back UA" von Save Ukraine hat vergangene Woche 34 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren evakuiert — sowohl aus russisch besetzten ukrainischen Gebieten als auch direkt aus Russland. Alle erhalten nun Unterstützung in den "Hope and Recovery"-Zentren.

Am 6. August 2026 gab Save Ukraine bekannt, 34 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren gerettet zu haben. Vergangene Woche wurden sie evakuiert, und zwar gleich aus zwei Richtungen: aus russisch besetzten ukrainischen Gebieten und direkt aus Russland selbst. Es ist eine der größten Rettungsaktionen der jüngeren Zeit im Rahmen der Initiative "Bring Kids Back UA", ermöglicht mit Partnern wie Vladimir Klitschko und der Initiative #WeAreAllUkrainians. Volunteers Support Ukraine verfolgt jede Geschichte ukrainischer Kinder, die nach Hause zurückkehren, und diese Geschichte zeigt eindrücklich, was konsequente, koordinierte Arbeit bewirken kann.

Was diese Kinder unter der Besatzung erlebten

Hinter der Zahl 34 stehen einzelne Kinder mit eigenen Geschichten. Sascha, 14, wurde wegen seiner ukrainischen Identität gemobbt. Artem, 19, aus dem besetzten Krim, wurde unter Druck gesetzt, in den russischen Militärdienst einzutreten, zu Propagandaveranstaltungen mitgenommen und zu "Spenden" gezwungen. Das sind keine Einzelfälle — sie spiegeln wider, was viele ukrainische Kinder unter Besatzung im Alltag erleben.

Registrierung eines Kindes bei der Ankunft in einem Reintegrationszentrum von Save Ukraine

Der achtjährige Martyn und der Preis eines fehlenden Passes

Einer der schwersten Fälle ist der des achtjährigen Martyn, der nach einer Drohnenexplosion in der Nähe ein psychisches Trauma erlitt — und dem anschließend medizinische Hilfe verweigert wurde, weil seine Familie keinen russischen Pass besaß. Es ist eine der Druckmethoden, mit denen die Besatzungsbehörden gegen ukrainische Familien vorgehen, die die aufgezwungene Staatsbürgerschaft ablehnen. Martyn erhält nun, wie alle 34 geretteten Kinder, psychologische Unterstützung in einer sicheren Umgebung.

Ein Raum für psychologische Unterstützung in einem Hope-and-Recovery-Zentrum

Wie es weitergeht: die "Hope and Recovery"-Zentren

Alle 34 Kinder befinden sich nun in "Hope and Recovery"-Reintegrationszentren, wo sie umfassende Unterstützung erhalten: psychologische Betreuung, Hilfe bei der Wiederherstellung ihrer Dokumente und komfortable Unterkunft. Für Kinder, die monate- oder jahrelang ohne gültige ukrainische Papiere waren und teils nicht einmal Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung hatten, ist die Wiederherstellung der Dokumente weit mehr als reine Formalität — sie ist ein erster konkreter Schritt zurück in ein normales Leben zu Hause.

Ein Raum für Rechtsbeistand, in dem die Dokumente der Kinder wiederhergestellt werden

Das Hope-and-Recovery-Zentrum in Hatne, in dem die Kinder während der Rehabilitation wohnen

Mehr als 1.500 Kinder bereits zu Hause

Nach Angaben von Save Ukraine sind über dieses Programm inzwischen mehr als 1.500 Kinder in die Ukraine zurückgekehrt. Jede solche Rückkehr beruht auf der Arbeit eines Teams von Fachkräften — Koordinatorinnen, Psychologen, Juristinnen und Fahrer —, die jedes Kind von der Suche bis zur vollständigen Neuansiedlung begleiten.

Das Team von Fachkräften an einem Hope-and-Recovery-Zentrum von Save Ukraine

Die Geschichten von Sascha, Martyn und Artem sowie der übrigen 31 Kinder dieser Gruppe erinnern daran, dass noch immer Tausende ukrainische Kinder unter Besatzung leben — und beweisen zugleich, dass ihre Rückkehr möglich ist. Volunteers Support Ukraine unterstützt vom Krieg betroffene Menschen, darunter Kinder und Familien, mit den vorhandenen Mitteln und schöpft aus jeder Nachricht über Kinder, die endlich in Sicherheit sind, echte Zuversicht.

Ähnliche Artikel