Sechs Angriffe mit Gleitbomben auf Sumy töteten drei Menschen und verletzten 17 weitere, darunter einen 16-jährigen Jungen.
Am 15. Juli führten russische Truppen sechs Angriffe mit gelenkten Fliegerbomben auf die Gemeinde Sumy durch. Drei Menschen wurden getötet, 17 weitere unterschiedlich schwer verletzt, darunter ein 16-jähriger Junge.
Vorläufigen Angaben zufolge schlug eine der Bomben in der Nähe medizinischer Einrichtungen ein, an einem Ort mit starkem Fußgänger- und Fahrzeugverkehr, während die übrigen Angriffe Infrastrukturziele trafen. Mindestens sieben zivile Fahrzeuge wurden beschädigt und brannten mitten auf den Straßen der Stadt aus. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass Angriffe mit Gleitbomben auf zivile Wohngebiete zu den am schwersten als Kriegsverbrechen zu dokumentierenden Angriffen zählen, da sie sehr plötzlich erfolgen und der Abwurf selbst meist ungenau ist.

Der Angriff vom 15. Juli folgte auf Beschuss am Abend zuvor: Bereits am 14. Juli hatte Russland Sumy mit Streumunition angegriffen und dabei mindestens zehn Wohnhäuser in einem Viertel mit niedriger Bebauung beschädigt. Ermittlungsgruppen der Polizei, Kampfmittelräumexperten und Forensiker arbeiteten an beiden Einschlagorten, um Beweise für die Ermittlungen zu Kriegsverbrechen zu sichern.

Einer der Angriffe traf ein mehrstöckiges Verwaltungsgebäude im Stadtzentrum, wobei auf mehreren Etagen Fenster zerstört und Fassade sowie Eingangsbereich beschädigt wurden. Freiwillige von Volunteers Support Ukraine merken an, dass solche Angriffe auf zivile Infrastruktur in regionalen Zentren für Regionen an der russischen Grenze inzwischen fast alltäglich geworden sind.

Die Oblast Sumy bleibt eine der Regionen, die am stärksten unter systematischen Gleitbombenangriffen leidet, gerade weil die Nähe zur russischen Grenze es erlaubt, diese Waffen fast ohne Risiko für russische Flugzeuge abzuwerfen. Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben, und dokumentiert weiterhin jeden solchen Fall, damit er nicht unbemerkt bleibt.