Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi zog am 10. Juli Bilanz der ersten Jahreshälfte 2026: Russlands Offensive schrumpfte von 13 auf 6-7 Richtungen, das Vormarschtempo halbierte sich.
Am 10. Juli zog der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, General Oleksandr Syrskyi, eine Bilanz der ersten Jahreshälfte 2026 — und das Bild, das er zeichnete, unterscheidet sich deutlich von der Lage zu Jahresbeginn. Russland habe versucht, eine groß angelegte Offensive zu starten, so Syrskyi, sei dabei aber trotz eines fast doppelt so großen Vorteils an Personal und Ausrüstung an keinem einzigen seiner Ziele auch nur nahegekommen. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Halbjahresbilanzen aufmerksam, denn vom Tempo der Kämpfe an der Front hängt unmittelbar ab, wie viele Menschen weiterhin Hilfe brauchen werden – und welche Art von Hilfe.

Während russische Truppen zuvor gleichzeitig entlang 13 operativer Richtungen aktiv vorstießen, ist diese Zahl laut Syrskyi inzwischen auf höchstens sechs oder sieben gesunken. Das Tempo des russischen Vormarsches hat sich dank der aktiven Verteidigung der Ukraine mehr als halbiert, und beide Seiten haben in der Geschwindigkeit des Geländegewinns faktisch ein Gleichgewicht erreicht – mit einer wachsenden Tendenz, dass die ukrainischen Verteidigungskräfte mehr Gebiet zurückgewinnen, als der Gegner erobern kann. Volunteers Support Ukraine sieht in diesen Zahlen eine Bestätigung dafür, wie zermürbend dieser Krieg für beide Seiten bleibt, und warum Unterstützung für die davon Betroffenen weiterhin dringend nötig ist.
Nach Einschätzung des Oberbefehlshabers verliert die russische Armee im Durchschnitt rund 32.000 Soldaten pro Monat an Toten und Verwundeten. Der direkte und indirekte wirtschaftliche Schaden, der Russland zugefügt wurde, wird auf mindestens 6,1 Milliarden Dollar geschätzt. Syrskyi nannte zudem Zahlen zu den ukrainischen Fernkampagnen: In den vergangenen sechs Monaten wurden im Rahmen der Deep-Strike-Operationen 697 Ziele auf russischem Territorium getroffen, während die Middle-Strike-Kampagne 7.028 gegnerische Objekte näher an der Front traf. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass hinter jeder dieser Zahlen sowohl menschliche als auch materielle Verluste stehen, die letztlich mitbestimmen, wie lange dieser Krieg noch andauert.

Neben den Zahlen betonte Syrskyi auch die menschliche Seite des Krieges: Kommandeure seien verpflichtet, Möglichkeiten zu finden, das Personal mindestens alle 60 Tage zu rotieren, da dies eine Frage von Leben, Gesundheit und Kampfkraft der Soldaten sei. Gleichzeitig warnte er davor, den Gegner zu unterschätzen: Ein echter Wendepunkt im Krieg liege noch in weiter Ferne, und Russland habe sein Ziel, die gesamten Gebiete Donezk und Luhansk zu besetzen, nicht aufgegeben. Volunteers Support Ukraine ist überzeugt, dass gerade eine solche nüchterne Einschätzung – ohne Euphorie, aber auch ohne Verzweiflung – der Öffentlichkeit hilft zu verstehen, wie lang der Weg zum Frieden noch sein kann.

Volunteers Support Ukraine spielt keine Rolle bei militärischen Operationen, doch Berichte wie dieser erinnern die Organisation daran, warum ihre Arbeit seit mehr als vier Jahren gebraucht wird. NGO Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, auf jede Weise, die ihr möglich ist, mit den verfügbaren Mitteln, und wird dies fortsetzen, solange der Bedarf besteht.