In der Nacht zum 15. Juni 2026 traf eine russische Drohne das Kiewer Höhlenkloster. Was Europa dazu sagt – und warum das Ziel kein Zufall war.
In der Nacht auf Montag, den 15. Juni 2026, traf eine russische Angriffsdrohne das Kiewer Höhlenkloster – eine der ältesten Heiligtümer der Ukraine und ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale wurde beschädigt, ein Teil des Dachs zerstört. Es war bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass der Komplex getroffen wurde; der frühere Angriff im Januar hatte geringere Schäden verursacht.
An jenem Morgen wurden in Kyjiw fünf Menschen getötet und etwa 25 verletzt.
Der Angriff löste eine Welle der Verurteilung aus. Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs bezeichneten den Angriff als inakzeptabel – aus Berlin hieß es, dies sei "ein Akt des Terrors". Die UNESCO erklärte Angriffe auf Kulturerbestätten für unzulässig.
Das Kloster gilt seit Langem als Symbol der unabhängigen ukrainischen Orthodoxie, und Beobachter sehen in dem Angriff keinen Zufall, sondern Absicht – zu zerstören, was Moskau nicht mehr kontrollieren kann. Im Laufe der Jahre des umfassenden Krieges wurden in der Ukraine rund 800 religiöse Gebäude beschädigt oder zerstört. Jeder solche Angriff löscht nicht nur Mauern, sondern auch Geschichte aus.
Hinter jeder zerstörten Kathedrale stehen vor allem Menschenleben. Solange die Angriffe andauern, bleibt die Unterstützung der Ukraine – von humanitärer Hilfe bis zum Schutz der Zivilbevölkerung – lebenswichtig. Wir setzen unsere Arbeit fort und danken allen, die an unserer Seite stehen.