Ukrainische Drohnen trafen in der Nacht 66 Ziele tief in Russland: eine MiG-29, drei Ozon-Lager und zwei Schiffe der Schattenflotte.
In der Nacht auf den 24. August führten die ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme eine ihrer bemerkenswertesten Operationen der vergangenen Wochen tief im russischen Hinterland durch. Kommandeur Robert "Madyar" Browdi teilte mit, dass insgesamt 66 Ziele getroffen wurden — von einem Kampfflugzeug bis zu Logistiklagern und Schiffen der Schattenflotte.
Zu den getroffenen Zielen zählte ein MiG-29-Jäger nahe dem Ort Dolotinka in der russischen Oblast Rostow, vier Radaranlagen (zwei Kasta-2E2-Systeme und ein Nebo-SW-System in der Oblast Rostow sowie ein ST-68 nahe Rosdolne auf der besetzten Krim) sowie der Standort einer Schnellreaktionseinheit der Spezialkräfte. Die gezielte Ausschaltung von Radaranlagen hat strategische Bedeutung: Sie schwächt die Fähigkeit der russischen Luftabwehr, die nächste Welle ukrainischer Angriffe rechtzeitig zu erkennen.

Ein weiterer Teil der Operation richtete sich gegen Lagerhäuser des russischen Online-Händlers Ozon, eines Konkurrenten von Wildberries. In jener Nacht trafen Drohnen gleich drei große Logistikzentren — in Krasnodar sowie zwei weitere in der Region Stawropol und in Dagestan. Es war die dritte Nacht in Folge, in der Ozon-Infrastruktur getroffen wurde, was auf ein bewusst gewähltes Ziel statt auf einen Einzelfall hindeutet. Der Kreml drohte bereits, die Ukraine werde die Antworten darauf "jeden Tag spüren".

Neben den Landzielen trafen Drohnen der Einheit auch zwei Schiffe der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer — einen Tanker und einen Massengutfrachter. Der Angriff setzt eine langjährige Kampagne fort, die seit Jahresbeginn bereits mehr als hundert Schiffe außer Gefecht gesetzt hat — Schiffe, die internationale Sanktionen umgehen, um russisches Öl zu transportieren.

Solche Operationen erinnern daran, dass der Krieg gleichzeitig an mehreren Fronten geführt wird, von der Frontlinie bis tief ins Hinterland. Volunteers Support Ukraine konzentriert sich auf eine andere Front desselben Krieges — die humanitäre — und hilft weiterhin Zivilisten, die von den Kampfhandlungen betroffen sind, soweit es die verfügbaren Mittel erlauben.