In der Nacht zum 24. Juli trafen ukrainische Drohnen gleichzeitig mindestens vier Logistikzentren des größten russischen Onlinehändlers Wildberries in der Region Leningrad, in Twer und auf der besetzten Krim.
In der Nacht zum 24. Juli trafen ukrainische Drohnen gleichzeitig mindestens vier Logistikzentren von Wildberries, Russlands größtem Online-Händler, in der Region Leningrad, in St. Petersburg selbst, in Twer und im russisch besetzten Simferopol auf der Krim. Es war bereits die fünfte Angriffswelle auf die Infrastruktur des Unternehmens innerhalb einer Woche, Teil einer Kampagne, die seit dem 18. Juli andauert.
Der Hauptschlag in der Region Leningrad traf den Logistikpark Utkina Sawod im Dorf Nowosaratowka, Bezirk Wsewoloschsk. In St. Petersburg und Twer brachen nach den Drohnenangriffen große Brände in Wildberries-Lagerhäusern aus. In Simferopol soll ebenfalls ein größerer Brand im örtlichen Lagerhaus des Unternehmens ausgebrochen sein.

Das Logistiknetz von Wildberries ist in diesem Juli zu einem der Hauptziele ukrainischer Drohnen geworden: Der kumulierte Schaden durch die Angriffe seit dem 18. Juli wird bereits auf mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Einen Tag zuvor, am 23. Juli, traf ein separater Angriff die Lagerhäuser des Unternehmens in Krasnodar — damals wurde zugleich von einem Stromausfall auf der Krim berichtet. Der Angriff vom 24. Juli ist eine weitere, eigenständige Episode derselben Kampagne, die sich gegen Logistikkapazitäten richtet, die unter anderem den Bedürfnissen des russischen Militärs dienen.

Wildberries ist nicht einfach nur ein Online-Shop: Analysten und ukrainische Quellen haben wiederholt darauf hingewiesen, dass ein Teil der Logistikkapazitäten des Unternehmens zur Unterstützung des russischen militärisch-industriellen Komplexes eingesetzt wird, unter anderem für den Transport von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck. Deshalb tauchen die Lagerhäuser des Unternehmens in der vergangenen Woche immer wieder auf der Zielliste auf.

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