Präsident Selenskyj kündigte eine deutliche Ausweitung der lokalisierten Produktion westlicher Waffensysteme in der Ukraine an, zusammen mit einer vertieften Verteidigungskooperation mit den USA.
Am Abend des 3. August kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine deutliche Ausweitung der lokalisierten Produktion westlicher Waffensysteme auf ukrainischem Boden an. Die Erklärung folgte auf eine Unterrichtung durch den stellvertretenden Leiter des Präsidialamts, Pawlo Palisa. Gleichzeitig würden laut dem Präsidenten Dokumente fertiggestellt, um die direkte Zusammenarbeit zwischen ukrainischen Herstellern und US-Unternehmen zu vertiefen.
Selenskyj erklärte, die Ukraine werde die einheimische Fertigung mehrerer Typen westlicher Waffen ausweiten, die bislang größtenteils als fertige Importe geliefert wurden. Pawlo Palisa koordiniert die Zusammenarbeit zwischen dem ukrainischen Verteidigungsministerium, US-Partnern und ukrainischen Herstellern, unter anderem zu "speziellen Optionen" für den Einsatz von Raketensystemen. Volunteers Support Ukraine verfolgt solche Entscheidungen aufmerksam, denn der Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie bestimmt mit, wie widerstandsfähig die Ukraine langfristig bleibt.

Die Ankündigung folgt auf Selenskyjs Treffen mit der Führung von Lockheed Martin am 28. Juli in den USA, bei dem beide Seiten über gemeinsame Produktion und Technologietransfer sprachen. Lockheed Martin stellt unter anderem die Raketensysteme ATACMS und HIMARS, das Flugabwehrsystem Patriot sowie den Kampfjet F-16 her — allesamt Systeme, die für die ukrainischen Verteidigungskräfte seit Jahren von zentraler Bedeutung sind.

Einen Teil der Fertigung westlicher Systeme auf ukrainisches Gebiet zu verlagern bedeutet kürzere Lieferketten und schnellere Reparaturen näher an der Front, ohne fertige Lieferungen der Partner vollständig zu ersetzen. Es geht um Systeme derselben Klasse wie auf dem Foto unten — HIMARS-Raketenartillerie, die die Ukraine seit Kriegsbeginn von westlichen Partnern erhält.

Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, in dem Maße, wie es die verfügbaren Mittel erlauben — und verfolgt aufmerksam, welche Schritte die Verteidigungsfähigkeit des Landes langfristig stärken.