Ein russischer Angriff auf ein zivilies Unternehmen in Odesa am Nachmittag des 20. Juli forderte drei Todesopfer und acht Verletzte. Die Stadt rief den 21. Juli zum Trauertag aus.
Am Nachmittag des 20. Juli griff Russland eine Infrastrukturanlage in Odesa an – ein ziviles Unternehmen, bei dem Ausrüstung in Brand geriet und eine Gasleitung beschädigt wurde. Bis zum späten Abend war die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen, acht Menschen wurden verletzt. Die Stadt rief den 21. Juli zum Trauertag für die Getöteten aus. Volunteers Support Ukraine hält es für wichtig, jeden solchen Fall festzuhalten – nicht als Statistik, sondern als Erinnerung an den Preis, den die Zivilbevölkerung einer frontnahen Stadt Tag für Tag zahlt.
Nach Angaben von Serhij Lysak, Leiter der Stadtmilitärverwaltung Odesa, griff der Feind ein ziviles Unternehmen an, wodurch ein großer Brand ausbrach, der Ausrüstung und Maschinen erfasste. „Zu diesem Zeitpunkt wissen wir leider bereits von drei Todesopfern infolge des feindlichen Angriffs auf die Stadt. Die Such- und Rettungsaktion läuft noch", teilte er kurz nach dem Angriff mit. Die Zahl der Verletzten stieg später auf acht. Mehr als 80 Einsatzkräfte des Staatlichen Katastrophenschutzdienstes wurden zur Bewältigung der Folgen eingesetzt und arbeiteten unter erschwerten Bedingungen aufgrund der hohen Brandlast.

Nach Angaben von Gebietsgouverneur Oleh Kiper haben russische Angriffe auf die Region allein im Juli 28 Menschenleben gefordert. Die Hafenstadt, weiterhin einer der wichtigsten Logistikknotenpunkte der Ukraine für Getreideexporte, steht den ganzen Monat über regelmäßig unter Raketen- und Drohnenbeschuss – der Hafeninfrastruktur, Schiffe vor der Küste und zivile Objekte in der Stadt selbst trifft.

Jeder solche Angriff ist keine abstrakte Zahl in einer täglichen Opferstatistik – dahinter stehen Rettungskräfte, die stundenlang in verrauchter Luft Trümmer räumen, und Familien, die abends jemanden vermissen, den sie lieben. Volunteers Support Ukraine ist überzeugt: Je mehr Aufmerksamkeit die Welt solchen Geschichten schenkt, desto schwerer wird es für den Aggressor, Terror gegen Zivilisten als bloßen „Kollateralschaden" der Kampfhandlungen abzutun.

Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben – denn hinter jedem solchen Trauertag stehen reale Menschen, die genau jetzt Unterstützung brauchen.