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Doppelter Drohnenangriff auf das Polizeipräsidium in Schytomyr: drei Tote, mehr als 50 Verletzte

Doppelter Drohnenangriff auf das Polizeipräsidium in Schytomyr: drei Tote, mehr als 50 Verletzte

20.08.2026
· 2 Min. Lesezeit

Am 19. August trafen russische Banderol-Drohnen das Gebäude der Polizeidirektion im Gebiet Schytomyr zweimal hintereinander. Drei Menschen starben, mehr als fünfzig wurden verletzt, im vierten Stock und auf dem Dach brach Feuer aus.

Schytomyr erlebte am 19. August 2026 einen seiner schwersten Tage: Russische Drohnen vom Typ Banderol trafen zweimal kurz hintereinander das Gebäude der Hauptdirektion der Nationalpolizei im Gebiet Schytomyr. Drei Menschen kamen ums Leben, mehr als fünfzig wurden verletzt. Volunteers Support Ukraine verzeichnet diesen Angriff als einen weiteren gezielten Schlag gegen zivile Infrastruktur und gegen die Menschen, die dort arbeiten.

Was geschah

Die erste Drohne schlug in der regionalen Polizeidirektion ein; im vierten Stock und auf dem Dach brach Feuer aus. Der zweite Einschlag folgte kurz darauf — genau in dem Moment, als Rettungskräfte und Polizisten bereits vor Ort arbeiteten. Diese "Double-Tap"-Taktik macht solche Angriffe besonders tödlich: Sie zielt auf jene, die zu Hilfe kommen.

Rettungskräfte des Katastrophenschutzes am Ort des Angriffs auf die Polizeidirektion in Schytomyr

Die meisten Mitarbeitenden hatten nach dem Luftalarm den Schutzraum erreicht — sonst wäre die Zahl der Opfer weit höher ausgefallen.

Das Ausmaß der Zerstörung

Die Explosion riss die Fassade des Gebäudes auf, zerstörte Fenster und ließ Innendecken einstürzen; der Hof ist mit Ziegelbruch und Glas übersät. Auch in der Nähe geparkte Fahrzeuge wurden beschädigt.

Das beschädigte Gebäude der Polizeidirektion im Gebiet Schytomyr

Die Opfer

Unmittelbar nach dem Angriff waren zwei getötete Polizeibedienstete bekannt: Hauptmann Artem Subtschuk und Oberstleutnantin Julija Jewdokymowa. In der Nacht wurde unter den Trümmern eine weitere Leiche geborgen, womit die Zahl der Toten auf drei stieg. Nach aktualisierten Angaben wurden mehr als fünfzig Menschen verletzt.

Artem Subtschuk und Julija Jewdokymowa, die beim Angriff auf Schytomyr getöteten Polizeibediensteten

Eine Stadt im Hinterland auf der Zielliste

Das Gebiet Schytomyr liegt weit von der Frontlinie entfernt, und bis vor Kurzem waren solche Angriffe dort selten. Die Banderol-Drohne ist eine vergleichsweise neue russische Waffe, die zunehmend gerade gegen Regionen im Hinterland eingesetzt wird. Für das Team von Volunteers Support Ukraine bedeutet das etwas sehr Einfaches: Sichere Regionen gibt es in der Ukraine nicht mehr, und Hilfe wird weit über die frontnahen Gemeinden hinaus gebraucht.

Die Arbeit der NGO Volunteers Support Ukraine besteht darin, Menschen beizustehen, deren Leben der Krieg zerstört hat — mit den Mitteln, die der Organisation zur Verfügung stehen, von humanitären Paketen bis zu Gerät, das für den Wiederaufbau nach solchen Angriffen gebraucht wird.

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