Spezialkräfte der SBU-Einheit „Alpha" griffen eine FSB-Basis an, die in einem Erholungsheim am Meer im besetzten Gebiet Cherson versteckt war und in der bis zu hundert russische Kräfte gewesen sein könnten.
Einsatzkräfte des Zentrums für Spezialoperationen „Alpha" des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU haben ein Koordinationszentrum und eine Basis des russischen FSB getroffen, die in einem Erholungsheim im vorübergehend besetzten Teil des Gebiets Cherson versteckt war. Ersten Berichten zufolge könnten sich bis zu hundert Besatzungskräfte vor Ort befunden haben. Volunteers Support Ukraine hält es für wichtig, über solche Operationen zu berichten, denn jeder derartige Schlag schwächt die Fähigkeit des Besatzers, den Terrorapparat auf besetztem Gebiet aufrechtzuerhalten – demselben Gebiet, aus dem immer wieder Zeugenaussagen über Verschleppungen, Folter und die erzwungene Ausstellung russischer Pässe an ukrainische Zivilisten vordringen.
Nach Angaben des SBU trafen dreizehn Drohnen die Anlage und lösten einen großen Brand aus. Das Erholungsheim war zu einem abgeriegelten, stark gesicherten Komplex umgebaut worden: bewaffnete Wachen, Kontrollpunkte, technische Sperren und unterirdische Schutzräume umgaben die Basis. Ersten Schätzungen zufolge befanden sich mehr als 70 Fahrzeuge auf dem Gelände. Die Einsatzkräfte veröffentlichten Wärmebildaufnahmen einer Drohne, die den Moment des Treffers auf das Koordinationszentrum festhalten.

Laut SBU diente die Anlage als Basis für FSB-Mitarbeiter, die Spionageabwehrarbeit koordinieren und Ukrainer für Sabotage- und Terroranschläge auf von der ukrainischen Regierung kontrolliertem Gebiet anwerben. Die Wahl eines abgelegenen Erholungsortes fernab der Frontlinie als Standort für ein Koordinationszentrum sollte dem Personal offenbar ein Gefühl der Sicherheit vermitteln – ein trügerisches, wie sich zeigte.

Diese Operation war Teil einer größeren Serie ukrainischer Angriffe in der Nacht zum 20. Juli, in der auch ein Öllager bei Moskau und Dutzende Schiffe der Schattenflotte vor der Krim getroffen wurden. Volunteers Support Ukraine behält im Blick, dass hinter jeder solchen Meldung reale Menschen in besetztem Gebiet stehen, die weiterhin auf ihre Befreiung warten – genau deshalb verdient die Informationsfront ebenso beharrliche Aufmerksamkeit wie die humanitäre Front.

Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben – indem sie die Welt über die tatsächliche Lage in den besetzten Gebieten informiert und jene unterstützt, die an deren Befreiung arbeiten.