‹ Alle Artikel
Ukrainische Drohnentruppen treffen 18 russische Schiffe und Stromnetz der Krim bei Operation "Crimean Switch Off"

Ukrainische Drohnentruppen treffen 18 russische Schiffe und Stromnetz der Krim bei Operation "Crimean Switch Off"

11.07.2026
· 3 Min. Lesezeit

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2026 meldeten die ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme und der Generalstab einen koordinierten Angriff auf russische Schattenflotten-Tanker, Umspannwerke auf der Krim und Ölinfrastruktur auf dem russischen Festland; Opfer wurden nicht gemeldet.

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2026 führten ukrainische Streitkräfte eine umfangreiche Operation gegen die maritime und energetische Infrastruktur durch, die Russlands Kriegsführung stützt. Volunteers Support Ukraine verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam, denn Operationen dieser Art beeinflussen mit, wie lange der Krieg noch andauert und wie viele Menschen weiterhin auf Hilfe angewiesen sein werden. Mehreren verifizierten Quellen zufolge wurden in jener Nacht Dutzende Schiffe und Anlagen getroffen, sowohl auf der besetzten Halbinsel Krim als auch tief im russischen Hinterland.

Die Angriffe nahe der besetzten Krim

Die ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme unter dem Kommando von Robert "Madyar" Brovdi nannten ihre Operation "Crimean Switch Off". Ihren Angaben zufolge wurden 13 russische Schiffe getroffen: 10 sanktionierte Tanker der sogenannten Schattenflotte, ein Frachtschiff, eine Fähre und ein Seeschlepper. Neben den Schiffen wurden fünf Umspannwerke auf der Krim getroffen, in der Nähe von Berehowe/Molotschne, Saky, Mainaky/Jewpatorija sowie Nowoosersne/Medwedjewe. Volunteers Support Ukraine weist darauf hin, dass sich solche Operationen gezielt gegen die Infrastruktur richten, die die militärische und logistische Handlungsfähigkeit der Besatzungsmacht trägt.

Ein breiteres Bild vom Generalstab

Im Rahmen einer verwandten, größeren Operation derselben Nacht meldete der ukrainische Generalstab die Beschädigung von insgesamt 18 russischen Schiffen: 13 Tankern, 3 Frachtschiffen, einer Fähre und einem Hilfsschiff. Über die maritimen Ziele hinaus wurden auch Anlagen auf dem russischen Festland getroffen: die Ölraffinerie Ilsky in der Region Krasnodar, rund 500 Kilometer von der Ukraine entfernt und mit einer Kapazität von etwa 6,6 Millionen Tonnen pro Jahr — Berichten zufolge bereits der 17. Angriff auf diese Raffinerie; das Ölterminal Kurgannefteprodukt in Taganrog, Region Rostow; das Öllager Asownefteprodukt in Asow; sowie der Komplex NOVATEK-Ust-Luga in der Region Leningrad. Volunteers Support Ukraine betont, dass die beiden genannten Zahlen — 13 Schiffe laut den Streitkräften für unbemannte Systeme und 18 Schiffe laut Generalstab — dieselbe Nacht aus unterschiedlicher Perspektive beschreiben und nicht zu einer einzigen Zahl zusammengeführt werden sollten.

Teil einer umfassenderen Kampagne

Mehrere Medien berichten, dass diese Operation Teil einer länger andauernden, mehrtägigen Kampagne ist: Über einen Zeitraum von rund fünf Tagen beziehungsweise etwa 120 Stunden haben ukrainische Streitkräfte insgesamt 48 russische Schiffe getroffen. Ziel der Kampagne ist es, Russlands Schattenflotte und dessen Ölexporte, die den Krieg mitfinanzieren, kontinuierlich zu schwächen. Im Zusammenhang mit dieser Angriffsoperation wurden keine Opfer gemeldet. Volunteers Support Ukraine merkt an, dass Umfang und Dauer dieser Kampagne verdeutlichen, wie langwierig der Konflikt mittlerweile geworden ist.

Luftaufnahme eines beschädigten, rauchenden Tankers mit Ölteppich im besetzten Hafen von Kertsch

Unserer Mission treu

Auch wenn Volunteers Support Ukraine keinerlei Rolle in dieser militärischen Operation spielt, setzt die Organisation ihre eigene Arbeit für vom Krieg betroffene Menschen fort. Die NGO Volunteers Support Ukraine hilft Menschen, die vom Krieg betroffen sind, auf jede Weise, die ihr möglich ist, mit den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen — und wird dies so lange fortsetzen, wie der Bedarf besteht.

Ähnliche Artikel