Der ukrainische Generalstab meldet Treffer auf ein Munitionsdepot in Wolodymyriwka, ein Materiallager in Otscheretyne und eine Waffenkonzentration in Retschiza, Oblast Brjansk.
Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Reihe russischer Militärziele getroffen, wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine am 2. September mitteilte. Die Angriffe erfolgten am 1. September und in der Nacht zum 2. September und betrafen sowohl vorübergehend besetzte Gebiete der Oblast Donezk als auch russisches Staatsgebiet selbst. Volunteers Support Ukraine veröffentlicht ausschließlich offiziell bestätigte Angaben des Generalstabs, ohne ungeprüfte Meldungen aus anonymen Kanälen.

Nach Angaben des Generalstabs trafen ukrainische Einheiten ein Munitionsdepot in Wolodymyriwka in der Oblast Donezk sowie ein Depot mit Material und Ausrüstung einer russischen Armeeeinheit in Otscheretyne. Ein weiterer Schlag galt einem Bereich, in dem Waffen und Militärtechnik in der Ortschaft Retschiza in der russischen Oblast Brjansk zusammengezogen waren — rund 58 Kilometer von der Staatsgrenze entfernt. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt, erklärte der Generalstab und fügte hinzu, dass die Arbeit gegen wichtige militärische Objekte des Gegners fortgesetzt werde.
Angriffe auf die Logistik — Munitions-, Treibstoff- und Materiallager — erschweren die Versorgung russischer Verbände an der Front kontinuierlich und sind deshalb in den vergangenen Monaten zu einer der Prioritäten der ukrainischen Streitkräfte geworden.

Am selben Tag bestätigte der Generalstab offiziell die Ergebnisse zweier früherer Operationen: die Zerstörung eines russischen Kampfjets vom Typ MiG-29 nahe dem Flugplatz Millerowo in der Oblast Rostow am 27. August sowie eines Hubschraubers vom Typ Ka-27 nahe dem Flugplatz Jeisk in der Region Krasnodar am 30. August. Beide Bestätigungen erfolgten nach zusätzlicher Auswertung von Aufklärungsdaten.
Die Ka-27 ist ein bordgestützter Hubschrauber sowjetischer Bauart, den Russland zur U-Boot-Abwehr sowie für Such- und Rettungseinsätze im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer einsetzt.

Die ukrainischen Einheiten für unbemannte Systeme erhöhen das Tempo der Angriffe auf rückwärtige russische Einrichtungen — von Munitionsdepots in besetzten Gebieten bis zu Logistik und Luftfahrttechnik tief im russischen Hinterland. Parallel dazu gehen die Abwehrkämpfe an der Front weiter: In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 200 Gefechte registriert.
Volunteers Support Ukraine hilft weiterhin Menschen, die vom Krieg betroffen sind, so gut es die verfügbaren Mittel erlauben, und wählt für die Leserinnen und Leser täglich nur jene Frontmeldungen aus, die von offiziellen Quellen bestätigt wurden.